Terminankündigung: Kündigung einer Kassiererin wegen des Verdachts, Kundenpfandbons für sich selbst eingelöst zu haben

Pressemitteilung vom 23.01.2009

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt am

Dienstag, d. 27. Januar 2009, 10:30 Uhr in Saal 334

im Dienstgebäude Magdeburger Platz, 10785 Berlin über die Berufung einer Kassiererin, die von ihrem Arbeitgeber, einer Einzelhandelskette, fristlos gekündigt worden war. Der Arbeitgeber hat die Kündigung mit dem Verdacht begründet, die Kassiererin habe Pfandbons im Werte von 1,30 Euro, die Kunden in den Verkaufsräumen verloren hatten und die beim Arbeitgeber verwahrt wurden, für sich selbst eingelöst und zum eigenen Mitarbeiterkauf verbraucht.

Das Arbeitsgericht hatte in der erstinstanzlichen Entscheidung die fristlose Kündigung unter dem Gesichtspunkt einer Verdachtskündigung als rechtswirksam angesehen, insbesondere auch deswegen, weil das Vertrauensverhältnis nachdrücklich zerrüttet worden sei.

Hiergegen richtet sich die Berufung der Kassiererin.

Az.: 7 Sa 2017/08