Ratgeber: Wohnen und Nachbarschaft

Wenn die Wohnung zu eng oder die Miete zu teuer wird, dann heißt es umziehen. Für Familien mit geringem Einkommen gibt es Hilfen, um an bezahlbare Wohnungen zu kommen. Bei Ärger mit dem Vermieter/der Vermieterin oder mit Nachbarn/Nachbarinnen, kann eine Beratung bei einem Mieterverein helfen.

In Familienzentren, Nachbarschaftshäusern und Stadteilzentren im Kiez gibt es viele Angebote für Familien – dort kann Nachbarschaft aktiv gelebt werden.

Bezahlbare Wohnungen für Familien

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Eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden, ist für Familien gar nicht so einfach. Es lohnt sich, bei der Wohnungssuche bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften zu schauen, denn sie bieten Wohnungen zu Bedingungen, die zu Familien passen. Geförderte Wohnungen können mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) angemietet werden. Familien mit geringem Einkommen haben möglicherweise auch Anspruch auf Wohngeld. Wird Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe bezogen, wird die Miete einer angemessenen Wohnung übernommen.

Günstige Kredite fürs Eigenheim

Angesichts steigender Mieten, denken manche Familien darüber nach, ein Eigenheim zu finanzieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für den Neubau oder die Modernisierung von Wohnraum günstige Kredite an.

Wohnprobleme

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Wenn die Miete steigt, kann das für Familien eine große finanzielle Belastung sein. Hier lohnt es sich zu prüfen, ob Anspruch auf Förderungen, wie beispielsweise Wohngeld besteht. Wird Familien seitens des Vermieters die Wohnung gekündigt, ist eine Beratung durch einen Mieterverein oder einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin sinnvoll. Wird das Geld immer knapper und die Miete kann nicht mehr regelmäßig gezahlt werden, sollten sich Betroffene schnell Unterstützung bei einer Schuldner- und Insolvenzberatung suchen.

Wohin in Notsituationen?

In Not- und Krisensituationen ist es wichtig, sich möglichst schnell Hilfe zu suchen. Manchmal kann es notwendig sein, sein Zuhause zu verlassen, beispielsweise in Fällen von Gewalt in der Familie. In akuten Not- oder Krisensituationen finden Frauen und ihre Kinder Schutz und Aufnahme in einem Frauenhaus. Von Gewalt bedrohte Kinder und Jugendliche finden beim Berliner Notdienst Kinderschutz Unterkunft und Schutz (Inobhutnahme). Der Berliner Krisendienst bietet Hilfe und Unterstützung für Menschen in seelischer Not.

24h-Hotline für Frauen:  

BIG-Hotline                   (030) 61 103 00
Frauenkrisentelefon       (030) 61 542 43

24h-Hotline für Kinder und Jugendliche:

Kindernotdienst              (030) 61 00 61
Jugendnotdienst             (030) 61 00 62

Berliner Krisendienst    (030) 390 63 00

Wohnen im Alter

Wenn die Rente nicht ausreicht, besteht Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Miete einer angemessenen Wohnung wird dann von Amtsseite übernommen. Bei Pflegebedürftigkeit kann manchmal ein Umzug erforderlich sein. 

Nachbarschaftskonflikte

Nicht immer klappt es mit dem Nachbarn/der Nachbarin. Wenn Gespräche nicht mehr helfen, kann man bei Mietervereinen oder -beratungen Hilfe und Rat suchen. 

Aktiv im Kiez

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Berliner lieben ihren Kiez – dort gibt es viele Möglichkeiten aktiv zu werden, sich mit Nachbarn und Nachbarinnen auszutauschen. In Nachbarschaftshäusern und Stadteilzentren, Familienzentren oder Mehrgenerationenhäusern gibt es zahlreiche Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren.