Ratgeber: Kita in Berlin

Berlin hat ein reiches Angebot an Kindertageseinrichtungen, die für Familien auch kostenlos sind. Eltern haben es damit leichter, ihrer Arbeit nachzugehen, sich auszubilden oder eine Arbeit zu suchen. Zugleich werden ihre Kinder gefördert und auf die Schule vorbereitet. Weil in Berlin zurzeit viele Kinder geboren werden und Kitas beliebt sind, sind Kitaplätze sehr begehrt.

Erfahren Sie in unserem Ratgeber, was Sie bei der Suche nach einem Kitaplatz beachten müssen und was es rund um die Kindertagesbetreuung noch zu wissen gibt.

Gut zu wissen: Kita-Gutschein und Rechtsanspruch

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Wenn Eltern ihr Kind in einer Kita betreuen und fördern lassen möchten, müssen sie einen so genannten Kita-Gutschein beim Jugendamt ihres Bezirks beantragen. Dieser Gutschein wird in der Kindertageseinrichtung eingelöst, in der das Kind betreut werden soll. Jedes Kind in Berlin hat ab dem ersten Geburtstag einen Anspruch darauf, mindestens fünf bis sieben Stunden am Tag in die Kita zu gehen. Die Kita ist für alle Kinder kostenfrei, nur für das Mittagessen muss weiterhin ein Verpflegungsanteil von 23 Euro monatlich bezahlt werden.

Den passenden Kitaplatz finden

Ob Kindertagesstätte, Kindertagespflege oder Kinderladen – Eltern können selbst entscheiden, in welche Einrichtung sie ihr Kind geben möchten. Allerdings sind die Plätze in vielen Kitas knapp. Deshalb sollten Eltern sich frühzeitig um die Kitasuche kümmern, verschiedene Einrichtungen anschauen und sich bei ihrer Wunschkita persönlich anmelden. Einen Überblick über alle Kitas in Berlin finden Eltern in Datenbanken im Internet.

Was tun? Betreuung zu besonderen Zeiten und im Notfall

Arbeiten Eltern regelmäßig außerhalb der Kita-Öffnungszeiten, ist es trotzdem möglich, das Kind betreuen zu lassen. Das Jugendamt im eigenen Wohnbezirk kann Eltern dabei beraten. Auch im Notfall, z.B. wenn ein dienstlicher Termin ansteht oder ein Elternteil schwer erkrankt, können Eltern eine Notfallbetreuung in Anspruch nehmen.

Tipp: Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, wie Sie Familie und Beruf bzw. Ausbildung gut miteinander vereinbaren können, lesen Sie unseren Ratgeber „Vereinbarkeit Familie und Beruf“.

Kita heißt Lernen fürs Leben

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Kita ist mehr als Kinderbetreuung: In der Kita lernen Kinder viel für ihren späteren Lebensweg, z. B. neugierig zu sein, Freundschaften zu schließen oder auch mal Kompromisse zu machen. In Berliner Kitas wird außerdem besonderer Wert auf das Sprechen lernen gelegt, damit die Kinder den Übergang in die Grundschule gut meistern können.

Chancen und Teilhabe für jedes Kind

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Die Kindertagebetreuung in Berlin ist für alle da. Deshalb gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Wenn das eigene Einkommen gering ist, können Eltern durch das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) entlastet werden. In der Kita können Kinder z. B. kostenfrei an Ausflügen teilnehmen, wenn sie einen gültigen berlinpass-BuT vorlegen.

Alle gemeinsam: Kita für Kinder mit und ohne Behinderung

Kinder mit und ohne Behinderung besuchen gemeinsam die Kita. Dabei stehen Kindern mit Behinderung besonders ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher zur Seite, die sie zusätzlich fördern. Welche Kita eine integrative Betreuung und Förderung anbietet, erfahren Eltern beim Jugendamt in ihrem Bezirk oder in Datenbanken im Internet.

Eltern können mitbestimmen: Elternvertretung und Fördervereine

Eltern möchten, dass es ihren Kindern in der Kita oder der Schule gut geht. Da die Kinder und Jugendlichen längst nicht alles allein regeln können, können Eltern mitreden: in Elternversammlungen oder als Elternsprecherin oder Elternsprecher. Um den Alltag in Kita oder Schule etwas bunter und lebendiger zu machen, können Eltern sich auch im Förderverein einbringen.