02.10.2020 | Elterngeldgesetz | ElterngeldPlus

Elterngeld wird verbessert

Frischgebackene Eltern brauchen flexible Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit und eine optimale Aufteilung der Arbeits- und Familienzeiten mit der Partnerin oder dem Partner. Dazu will der neue Gesetzentwurf zur Verbesserung des Elterngeldes beitragen.

Aywan/Getty Images
Mehr Zeit für die Familie ohne Stress: Flexiblere Teilzeitarbeit, verbessertes Elterngeld und ElterngeldPlus sollen dabei helfen.

Was sich Eltern wünschen ist Vereinbarkeit von Familie und Beruf und genug Zeit für ihre Kinder. Elterngeld, ElterngeldPlus und der Partnerschaftsbonus unterstützen Eltern bereits dabei. Künftig soll das Elterngeld laut Bundesfamilienministerin Giffey noch "flexibler, partnerschaftlicher und einfacher" werden:

  •  Mehr Teilzeitmöglichkeiten

Die während des Elterngeldbezugs und der Elternzeit zulässige Arbeitszeit wird auf 32 Wochenstunden angehoben. Der Partnerschaftsbonus kann künftig mit 24 - 32 Wochenstunden im Schnitt bezogen werden und wird einfacher und flexibler. Der Bonus kann früher beendet oder später auf 4 Monate verlängert werden, wenn man bei Beantragung noch nicht sicher ist, wie viele Monate in Teilzeit gearbeitet werden. 

  • Frühchenmonat

Wenn das Kind 6 Wochen oder noch früher vor dem errechneten Geburtstermin geboren wird, gibt es einen zusätzlichen Monat Elterngeld. Der Basiselterngeld-Monat kann auch in ElterngeldPlus umgewandelt werden - macht zwei weitere Monate Elternzeit.

  • Weniger Bürokratie

Zum Beispiel berücksichtigt künftig ein Antragsrecht bei geringen selbständigen Nebeneinkünften die Einnahmen im Elterngeld besser. Eltern, die während des Elterngeldbezugs Teilzeit arbeiten, müssen künftig nur im Ausnahmefall nachträglich ihre Arbeitszeit nachweisen. 

  • Neue Einkommensgrenzen für Paare

Zur Finanzierung der Verbesserungen wird die Einkommensgrenze gesenkt: Nur Eltern, die gemeinsam höchstens 300.000 Euro im Jahr verdienen, erhalten Elterngeld. Bisher lag die Grenze für Paare bei 500.000 Euro. Für Alleinerziehende bleibt die Grenze bei 250.000 Euro.