Schwanger - und jetzt?

Ist der Schwangerschaftstest positiv oder die Monatsblutung schon länger ausgeblieben, liegt vielleicht eine Schwangerschaft vor. Welche Schritte sind jetzt wichtig?

Der erste Schritt: Schwangerschaft ärztlich feststellen lassen

Wird eine Schwangerschaft vermutet, sollte zunächst ein Termin bei einem Frauenarzt/einer Frauenärztin vereinbart werden. Dort wird eine Schwangerschaft dann ärztlich festgestellt, die Schwangere eingehend untersucht und medizinisch beraten.

Schwangere in Not- oder Konfliktlagen

Schwangere Frauen in Not- oder Konfliktlagen sollten nach der ärztlichen Feststellung der Schwangerschaft einen Termin für eine Schwangerschaftskonfliktberatung bei einer Beratungsstelle oder einem Arzt/einer Ärztin vereinbaren.

Krankenversicherung

Bei der Krankenkasse sollte man sich erkundigen, welche Ansprüche und Leistungen es während der Zeit der Schwangerschaft und Mutterschaft gibt. Ist eine Schwangere nicht krankenversichert, kann sie sich an eines der fünf Zentren für sexuelle Gesundheit und Familienplanung wenden. Hier können sich Schwangere ohne Versicherungsschutz ärztlich beraten lassen und auch Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Arbeitgeber informieren

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin sollte so bald wie möglich über die Schwangerschaft informiert werden. Spätestens eine Woche vor Beginn der Mutterschutzfrist sollte ein ärztliches Zeugnis über den mutmaßlichen Entbindungstermin eingeholt werden.

Über Schutzbestimmungen am Arbeitsplatz informieren

Über die Schutzbestimmungen für Schwangere informiert der jeweilige Betriebs- oder Personalrat oder das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit.

Bei Arbeitslosigkeit

Bei Arbeitslosigkeit muss die zuständige Arbeitsagentur bzw. das JobCenter über die Schwangerschaft informiert werden.

Ärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

In den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen werden Verlauf der Schwangerschaft und Entwicklung des Kindes engmaschig kontrolliert. Für die Gesundheit der werdenden Mutter und der des Kindes ist es daher besonders wichtig, dass die Termine für die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrgenommen werden.

Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen

Darüber hinaus sollten Schwangere unbedingt auf den Konsum von Alkohol, Nikotin, Opiaten oder anderen Drogen verzichten, da sie die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes stark beeinträchtigen.

 

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