Schulstress und Zeugnisangst

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Lernprobleme, schlechte Noten oder Zeugnisangst können Kinder und Jugendliche stark belasten. Stehen der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule oder die Abschlussprüfungen an, kann dies den Druck noch verstärken. Hilfe und Beratung finden Schülerinnen und Schüler in jedem Berliner Bezirk.

Wie macht sich Schulstress bemerkbar?

„Keinen Bock auf Schule!“ – Sind Schülerinnen und Schüler mit dem Lernen überfordert, werden sie oftmals aggressiv oder wütend auf Lehrkräfte und Eltern und streiten sich mit Freundinnen und Freunden. Oder sie resignieren und zeigen Gleichgültigkeit. Schulstress wirkt sich häufig auch negativ auf Körper und Seele aus: Es können Bauch- oder Kopfschmerzen oder depressive Verstimmungen auftreten. Schulstress, der durchaus schon in den allerersten Grundschultagen auftreten kann, sollte daher unbedingt ernstgenommen und rechtzeitig (schul-) psychologische Hilfe gesucht werden.

Wohin können sich Schülerinnen und Schüler wenden?

In jedem Berliner Bezirk gibt es ein Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ). Dorthin können sich Kinder und Jugendliche – mit und ohne Eltern – wenden und sich kostenlos beraten lassen, auf Wunsch auch anonym. Bei Schulstress ist es auch möglich, die „Nummer gegen Kummer“ (11 61 11) zu wählen oder der Jugendnotmail zu schreiben, sich anzuvertrauen und die Schulprobleme zu besprechen. Am Zeugnistag richtet die Berliner Senatsverwaltung für Bildung in der Regel auch ein Sorgentelefon ein.

Was können Eltern tun?

Leidet das Kind unter Schulstress, sollten Eltern möglichst keinen weiteren Druck ausüben. Ein Beratungsgespräch mit den Schulpsychologen und Schulpsychologinnen des SIBUZ hilft Eltern dabei, das Kind künftig besser zu unterstützen und ein angstfreies Lernen zu fördern. Dafür gibt es bei der „Nummer gegen Kummer“ auch ein Elterntelefon (0800 – 111 0 550).