Kinderzuschlag

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Reichen eigenes Einkommen und das Kindergeld nicht aus, um den Unterhalt eines Kindes zu sichern, können Eltern den so genannten Kinderzuschlag beantragen.

Wann besteht ein Anspruch?

Voraussetzung für den Erhalt des Kinderzuschlages: Das Kind, für das Kindergeld bezogen wird, muss im Haushalt der Eltern leben, unter 25 Jahre alt und unverheiratet sein. Die monatlichen Einkünfte der Eltern müssen über einer festgesetzten Mindestgrenze liegen. Über diese Grenzen informiert die Agentur für Arbeit.
Der Bedarf der Familie muss durch den Kinderzuschlag gedeckt sein und kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld bestehen. Seit Januar 2020 können aber auch Familien Anspruch beantragen, die mit dem Kinderzuschlag und Wohngeld höchstens 100 Euro unter dem SGB-II-Anspruch bleiben.

Wie hoch ist der Kinderzuschlag?

Der Kinderzuschlag beträgt je Kind maximal 185 Euro pro Monat. Deckt das Einkommen und Vermögen der Eltern nur ihren eigenen Mindestbedarf, wird der Kinderzuschlag in voller Höhe gezahlt. Liegt es darüber, wird der gezahlte Kinderzuschlag je nach Einkommenshöhe gemindert. Die Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen richtet sich grundsätzlich nach den für das ALG II maßgeblichen Bestimmungen. Eigene Einkünfte des Kindes, Unterhaltszahlungen oder -vorschuss werden auf den Kinderzuschlag angerechnet.

Wo kann der Kinderzuschlag beantragt werden?

Der Kinderzuschlag wird bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit beantragt und zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Zusätzlich können auch Leistungen für Bildung und Teilhabe (Bildungs- und Teilhabepaket) in Anspruch genommen werden.