Jugendverbände: Gemeinsam aktiv

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Spaß haben, Freunde finden, die Freizeit und die Ferien sinnvoll verbringen, das ist Jugendlichen besonders wichtig. Heranwachsende brauchen dafür Freiräume und Begegnungsorte. Sie wollen sich mit Gleichaltrigen treffen, austauschen und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln.

Was sind Jugendverbände?

Zu den klassischen Jugendverbänden zählen z. B. die Pfadfinder­, die Jugendorganisationen der Hilfswerke (z.B. Jugendfeuerwehr, DLRG, Arbeiter-Samariter-Jugend) oder die Jugendverbände von Kirchen und Religionsgemeinschaften (z.B. Katholische Jugend, Evangelische Jugend oder Alevitische Jugend). Daneben gibt es zahlreiche weitere Jugendverbände, wie den CVJM (er ist der Jugendverband mit den weltweit meisten Mitgliedern), die Sportjugend oder die Naturschutzjugend.

In Berliner Jugendverbänden sind etwa 80.000 junge Menschen ehrenamtlich aktiv. Sie gestalten Kinder- und Jugendgruppenarbeit, bilden Jugendleiterinnen und Leiter aus, organisieren Ferienfreizeiten, Bildungsseminare, Internationale Begegnungen oder Gedenkstättenfahrten und kooperieren mit Schulen. Diese Angebote richten sich an alle jungen Menschen, nicht nur an Verbandsmitglieder.

Was ist das Besondere an Jugendarbeit in Jugendverbänden?

Jugendverbände sind Orte, an denen Jugendarbeit von jungen Menschen selbst organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet wird.

Kinder- und Jugendverbände

  • ermöglichen Kindern und Jugendlichen, ihre eigenen Interessen zu entfalten, zu formulieren und zu vertreten.
  • bieten die Chance, an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und das Umfeld selbst zu gestalten.
  • sind gekennzeichnet durch die Vielfalt von Verbänden unterschiedlicher Wertorientierung und die Vielfalt an Inhalten, Methoden und Arbeitsformen.

Bildung in den Jugendverbänden

Kinder und Jugendliche bilden sich nicht nur in der Kita oder in der Schule, sondern auch in der Freizeit. Sie können sich in den ehrenamtlichen Strukturen der Jugendverbände engagieren oder eigene Veranstaltungen und Aktivitäten organisieren. Wer Jugendleiter bzw. Jugendleiterin wird, darf Kinder- und Jugendgruppen und Ferienfreizeiten leiten. Die Fähigkeiten, die sie dort erlernen, sind nicht nur in der Jugendarbeit von Belang, mittlerweile legen auch Arbeitgeber großen Wert auf solche Zusatzqualifikationen und aktives ehrenamtliches Engagement.

 

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