Geburtsvorbereitung

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Je besser eine werdende Mutter auf die Entbindung vorbereitet ist, desto leichter verläuft in der Regel die Geburt. In Geburtsvorbereitungskursen bekommen Frauen die wichtigsten Informationen und können sich mit anderen Schwangeren austauschen. Außerdem bereiten sie sich körperlich auf den Geburtsvorgang vor. Auch Väter in spe können an diesen Kursen teilnehmen und lernen, wie sie ihre Partnerin am besten unterstützen können.

Geburtsvorbereitungskurse

Geburtsvorbereitungskurse behandeln die drängendsten Fragen werdender Eltern: Von den körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft über die die Abläufe im Kreißsaal bis hin zum Stillen und zur Pflege eines Neugeborenen. Die Teilnahmekosten der Schwangeren übernimmt die Krankenkasse.

Wer soll bei der Geburt dabei sein?

Paare sollten sich rechtzeitig darüber verständigen, ob die Frau während der Geburt durch den werdenden Vater oder andere Vertrauenspersonen begleitet werden möchte. Die Eltern können auch eine Doula, eine professionelle Geburtsbegleiterin engagieren. Sie ersetzt nicht die Hebamme, sondern hilft der Gebärenden durch Zuspruch, beim Atmen oder durch Massagen und unterstützt so gleichzeitig die Begleitperson.

Wo soll die Geburt stattfinden?

Soll das Kind im Krankenhaus, Geburtshaus oder zu Hause zur Welt kommen? Ob eine spezielle medizinische Versorgung für Mutter oder Neugeborenes notwendig ist, sollte mit Arzt und Hebamme abgeklärt werden. Manchmal wird innerhalb des Geburtsvorbereitungskurses der Kreißsaal eines Krankenhauses oder ein Geburtshaus besucht. Zudem wird besprochen, wo welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung angeboten werden, zum Beispiel die Periduralanästhesie (PDA) und welche Vor- und Nachteile bestehen. Des Weiteren bieten die Kliniken, Geburtshäuser und Hebammen Besichtigungs- und Beratungstermine an. In den Geburtsstationen der Berliner Krankenhäuser gibt es Babylotsinnen und Babylotsen, die werdende Eltern beraten und über Angebote rund um die Geburt eines Kindes informieren.

Hebammenversorgung

In einigen Kliniken arbeiten so genannte Beleghebammen, die eine persönliche und kontinuierliche Betreuung während der Geburt garantieren und für die Schwangere rund um den Geburtstermin in Rufbereitschaft stehen. Die Kosten für die Rufbereitschaft müssen selbst getragen werden, einige einzelne Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten in unterschiedlicher Höhe. Freie Hebammen und Hebammenpraxen bieten auch in der Schwangerschaft bereits Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Schwangerenvorsorge an und betreuen Frauen nach der Geburt im Wochenbett.  Es empfiehlt sich bereits früh in der Schwangerschaft nach einer Beleg- Vorsorge- oder Nachsorgehebamme zu suchen, da diese schnell volle Terminkalender haben.

Vorbereitung auf die Geburt

Ein wichtiger Teil der Geburtsvorbereitung sind Atemtechniken und Bewegungsübungen zur besseren Körperwahrnehmung. So lernen Schwangere, wie sie den Geburtsvorgang aktiv unterstützen können. Entspannungsübungen sollen helfen, die Geburt zu erleichtern.

Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt

Ob natürliche Geburt oder geplanter Kaiserschnitt – Schwangere sollten sich von ihrer Hebamme und ihrer Ärztin oder ihrem Arzt beraten lassen.