Elterngeld: Basiselterngeld und ElterngeldPlus

Damit sich erwerbstätige Eltern in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes viel Zeit für die Betreuung nehmen können, müssen sie im Beruf kürzer treten.  Das wegfallende Einkommen wird während der Elternzeit dazu zum Teil durch das Elterngeld ersetzt.

Wer Elterngeld bekommt

Berechtigt sind nicht nur Arbeitnehmer/innen und Selbständige, die das Kind selbst betreuen und weniger als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das können auch Adoptiveltern oder Großeltern sein, nicht aber Pflegeeltern - diese bekommen stattdessen finanzielle Unterstützung vom Jugendamt.

Auch Arbeitslose und Studierende können Elterngeld bekommen. Allerdings wird es auf ALG II angerechnet. Bei Jahreseinkommen über 500.000 Euro bei Ehepaaren oder 250.000 Euro bei Alleinerziehenden entfällt das Elterngeld.

Wie das Elterngeld berechnet wird

Das Elterngeld orientiert sich seit 2013 am Bruttoeinkommen des betreuenden Elternteils. Davon wird eine Pauschale abgezogen, um das durchschnittliche Nettoeinkommen zu ermitteln. Es kann sinnvoll sein, zu Beginn der Schwangerschaft die Steuerklasse zu wechseln, um später mehr Elterngeld zu erhalten. Bei Selbständigen wird der Steuerbescheid des Vorjahres zu Grunde gelegt.

Die Höhe des Elterngeldes kann vorab mit Hilfe des Elterngeldrechners des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermittelt werden.

Basiselterngeld

Das so genannte Basiselterngeld kann für zwei bis maximal 14 Lebensmonate des Kindes bezogen werden. Dabei kann ein Elternteil zwei bis maximal zwölf Monate Elterngeld beziehen. Nehmen beide Elternteile Elterngeld in Anspruch, so wird es zwei weitere Monate gezahlt (Partnermonate). Alleinerziehende bekommen 14 Monate Elterngeld.

ElterngeldPlus

Eltern von Kindern, die ab 01. Juli 2015 geboren wurden und Teilzeit arbeiten möchten, können zwischen dem Basiselterngeld und dem ElterngeldPlus wählen. Das ElterngeldPlus beträgt maximal die halbe Höhe des Elterngeldes, das dem Elternteil ohne Einkommen nach der Geburt zustünde. Dafür wird es doppelt so lange gezahlt. Ein Elterngeldmonat entspricht also zwei ElterngeldPlus-Monaten. Eine Kombination aus Basiselterngeld und ElterngeldPlus ist ebenfalls möglich.

Partnerschaftsbonus

Eltern, die beide in Teilzeit tätig sind (zwischen 25 und 30 Wochenstunden) und ElterngeldPlus beziehen, bekommen vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate (Partnerschaftsbonus). Alleinerziehenden werden ebenfalls vier zusätzliche Monate ElterngeldPlus gezahlt.

Elterngeld beantragen

Der Antrag sollte möglichst bald nach der Geburt schriftlich bei der Elterngeldstelle eingereicht werden. Elterngeld wird nämlich nur drei Monate rückwirkend ausgezahlt.

Auf berlin.de unter „Elterngeld und Elternzeit“  kann der Antrag heruntergeladen werden (siehe Externe Verweise unten).

Mehrlingszuschlag und Geschwisterbonus

Für Geburten ab dem 01. Januar 2015 erhalten Eltern von Mehrlingen zum Elterngeld einen Mehrlingszuschlag. Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten. Dieser ist abhängig vom Alter und der Anzahl der Geschwisterkinder.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zum Elterngeld gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie in der Broschüre „Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit“.

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