Diskriminierung aufgrund der Herkunft

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Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft / rassistische Diskriminierung

Viele Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte, Schwarze Menschen und People of Color machen immer wieder die Erfahrung, dass sie benachteiligt oder diskrimininiert werden – sei es bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu Diskotheken oder in anderen, alltäglichen Situationen.

Rassismus kann in vielfältigen Formen wie Ungleichbehandlungen, Äußerungen oder Gewalttaten auftreten. Er bewirkt oder beabsichtigt, dass Menschen wegen ihrer äußeren Erscheinung oder ihrer (zugeschriebenen) Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nationalität oder Religion herabgesetzt werden. Dabei kommt es nicht auf tatsächliche Unterschiede an, sondern auf sozial stigmatisierende, rassitische Fremdzuschreibungen.

Rassismus hat eine lange, komplexe Geschichte und ist strukturell verankert. Er führt dazu, dass eine gleichberechtigte Teilhabe in vielen Bereich der Gesellschaft wie etwa in Arbeit, Bildung oder Kultur erschwert wird.

Beratung

Im Vorfeld einer Beratung kann es sehr hilfreich sein, zu dem diskriminierenden Vorkommnis oder dem Sachverhalt ein kurzes Gedächtnisprotokoll mit den wichtigsten Informationen zu erstellen. Für den Bedarfsfall bietet sich als inhaltliche Gliederung die leicht zu merkende Faustregel „Fünf W“ an:

  • Wann und wo hat die Benachteiligung stattgefunden?
  • Was ist passiert?
  • Wie kam es dazu?
  • Warum fühlten Sie sich benachteiligt?
  • Wer war an dem Vorfall beteiligt? / Wer kann den Vorfall bezeugen?

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) hilft, geeignete Beratungsstellen zu finden. Einzelfallberatungen führt die LADS nicht durch.

Einen Überblick über kostenlose Beratungsangebote bietet der Beratungswegweiser der LADS.

Das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) setzt europäische Vorgaben im Bereich des Antidiskriminierungsrechts im Berliner Landesrecht um. Es soll Schutz bei Diskriminierungen durch hoheitliches Handeln sowie Schadensersatz und Entschädigung bieten. Auch sieht das Gesetz die Einrichtung einer Ombudsstelle vor.