Arbeitslosengeld

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert und zahlen monatlich Beiträge ein. Tritt der Fall der Arbeitslosigkeit ein, können sie Arbeitslosengeld beantragen.

Anspruchsvoraussetzungen

Versicherte der Arbeitslosenversicherung haben Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie arbeitslos sind, sich persönlich arbeitslos gemeldet haben und die so genannte Anwartschaftszeit erfüllen.

Anwartschaftszeit

Die Regelanwartschaftszeit gilt als erfüllt, wenn in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate ein Versicherungspflichtverhältnis, beispielsweise in Form einer Beschäftigung oder eines Krankengeldbezuges bestand. Weitere Informationen zur Erfüllung der Anwartschaftszeit und zu Sonderregelungen erteilt die Agentur für Arbeit.

Höhe des Arbeitslosengeldes

Die Höhe des monatlich gezahlten Arbeitslosengeldes liegt bei 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgeltes. Arbeitslose mit einem Kind im Sinne des Steuerrechts erhalten 67 Prozent ihres pauschalierten Nettoentgeltes. Weiterhin wird die Lohnsteuerklasse bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes berücksichtigt.

Dauer des Anspruchs

Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld liegt zwischen drei und 24 Monaten. Sie ist abhängig vom Alter des oder der Bezugsberechtigten sowie von der Länge des Zeitraums, in dem eine versicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen fünf Jahren bestand.

Sperrzeiten

In einer so genannten Sperrzeit wird kein Arbeitslosengeld gezahlt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Beschäftigungsverhältnis ohne wichtigen Grund beendet wurde oder eine von der Agentur für Arbeit angebotene Arbeit abgelehnt wird.

Nebenverdienst

Während des Bezugs von Arbeitslosengeld darf eine Nebenbeschäftigung oder eine selbstständige Tätigkeit mit einem Umfang von maximal 15 Wochenstunden ausgeübt werden. Das Nebeneinkommen wird auf das Arbeitslosengeld angerechnet, ein Teil davon bleibt anrechnungsfrei. Die Nebenbeschäftigung ist gegenüber der Agentur für Arbeit meldepflichtig.

Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit

Eine Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit muss bei der Agentur für Arbeit gemeldet werden. Das Arbeitslosengeld wird bis zu sechs Wochen weitergezahlt. Voraussetzung ist, dass die Arbeitsunfähigkeit während des Leistungsbezuges eingetreten ist. Dauert diese für ein und dieselbe Krankheit länger als sechs Wochen, besteht gegenüber der Krankenkasse Anspruch auf Krankengeld.

Erkrankung der Kinder

Ist nach ärztlichem Zeugnis die Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes erforderlich, ist eine Leistungsfortzahlung möglich. Die Dauer bemisst sich nach Lage des Einzelfalls. Nähere Auskünfte erteilt die Agentur für Arbeit.

Arbeitslosengeld und Elterngeld

Eltern, die Arbeitslosengeld erhalten, können auch gleichzeitig Elterngeld bzw. ElterngeldPlus beziehen. Es ist auch möglich, zunächst Elterngeld bzw. ElterngeldPlus zu beziehen und im Anschluss daran den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zum Arbeitslosengeld erteilt die Agentur für Arbeit.