Feste, Feiertage und Gedenktage der Kulturen und Religionen (N - Z)
Neujahr bzw. der Neujahrstag ist der erste Tag des Kalenderjahres. Da in den unterschiedlichen Kulturen verschiedene Zeitrechnungen und damit auch Kalender verwendet werden, wird das Neujahrsfest entsprechend zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert.
Seit dem Mittelalter ist der 1. Januar im westlichen Kulturraum als Neujahrstag bekannt, wurde aber erst 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar festgesetzt.
- Altiranisches Neujahrsfest <21. März >
Noruz oder Nowruz (persisch) Neujahrsfest der Perser (speziell der Zaroaster), Kurden und Bahai.
(buddhistisch) Am Tag des Buddha gedenkt man dreier wesentlicher Ereignisse aus dem Leben des Siddharta Gautama Buddhas: Geburt Buddhas, seine "Erwachung" unter dem Bodhi-Baum sowie sein Sterben. Auch Buddhas Tod gilt als freudiges Ereignis, weil es sein Eingehen in das Nirvana bedeutet. Wesak 11.05.2008 - Wesak 2552
ra's al'äm, Jahrestag der Hedschra (al Hidjra) am 1. Muharram, doch kein offizieller Feiertag. Jährlich um 10-12 Tage früher.
Die Hidschra (auch Hedschra) bezeichnet die Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622 und markiert damit den Beginn des Mondkalenders der islamischen Zeitrechnung.
Auch der iranische Kalender beginnt mit der Hidschra, seine Jahre entsprechen jedoch den Sonnenjahren des gregorianischen Kalenders. (wechselnder Feiertag : 1429 am 10.01.2008)
- Koptisch-/Äthiopisch-Orthodoxes Neujahr <11. September>
(christlich) Das Neujahrsfest am 11. September - dem ersten Tag des altägyptischen Monats Thot - bildet für die Kopten zugleich auch den Anfang des Kirchenjahres. In der Jahreszählung orientiert man sich noch heute am Regierungsantritt des Kaisers Diokletian 284 n.Chr., dem letzten großen Christenverfolger im Römischen Reich. Mit ihm beginnt nach koptischer Auffassung die "Ära der Märtyrer" bzw. "der Gnade". Das Fest wird v.a. in in Ägypten, Äthiopien und Eritrea gefeiert.
- chinesisches / vietnamesisches Neujahrsfest
Chunjie (chinesisches Neujahrsfest)oder
Tet Nguyen Dan (Vietnam). Das Fest findet am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende und somit mit Ausnahme von sehr seltenen Fällen immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt. Mit dem Neujahrsfest ist nach der chinesischen Astrologie der zyklische Wechsel zwischen den zwölf Erdzweigen bzw. chinesischen Tierkreisen verbunden. So begann am 7.2.2008 das Jahr der Ratte; am 26.1.2009 beginnt das Jahr des Rindes, am 14.2.2010 das Jahr des Tigers und am 3.2.2011 das Jahr des Hasen.
- Rosch ha-Schana - ("Kopf des Jahres", jüdisches Neujahrsfest)
(jüdisch) Das Fest findet immer im September oder der ersten Hälfte des Oktobers statt. Das Neujahr 5769 ist am 30. September 2008. Mit diesem Neujahrsfest beginnt eine zehntägige Zeit der Besinnung.
- Roter Mittwoch der Yeziden
(jesidisch) Neujahrsfest (Sersal) der Yeziden zu Ehren von Tausi-Melek. Dieses Fest findet am ersten Mittwoch im Monat April nach yezidischer Zeitrechnung statt. Das ist ungefähr Mitte April nach christlicher Zeitrechnung.
Am ersten Mittwoch im April, so glauben die Yeziden, hat Gott, der Allmächtige, dem Engel Tausi-Melek den Auftrag gegeben, die Erde zu schaffen und sie für die Lebewesen, Tiere, Menschen und Pflanzen, bewohnbar zu machen. Alljährlich kommt Tausi-Melek an diesem Tag zur Erde, um denjenigen Menschen, die an ihn glauben und ihn verehren, Gesundheit, Schutz und Wohlstand zu geben. Aus diesen Gründen ist der Monat April bei den Yeziden ein heiliger Monat. Das Yezidentum ist eine ausschließlich unter den Kurden verbreitete monotheistische Religion.
- Tamilisches Neujahrsfest < 14.4.2008 >
(hinduistisch) Tamilisches und singhalesisches Neujahrsfest (2008 = Beginn des Jahres 2039)
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(islamisch) Dieses höchste islamische Fest steht für die Hingabe an Gott und das Vertrauen auf seine Barmherzigkeit. Der Anlass zu diesem Fest ist eine Erzählung im Koran (ähnlich wie im Alten Testament): Gott fordert Abraham auf, seinen Sohn Ismail (im Alten Testament: Isaak) als Zeichen des Gehorsams zu opfern. Im letzten Moment verzichtet Gott auf das Opfer des Kindes und schickt an dessen Stelle ein Schaf. Zur Erinnerung verzehrt man ein Schaf, viele Musliminnen und Muslime bringen auch ein finanzielles Opfer zu karitativen Zwecken.
(christlich) Das Osterfest ist das älteste Fest der Christlichen Kirche und gilt als das Hauptfest des Kirchenjahres. Gefeiert wird die Auferstehung Jesu Christi.
(christlich) Das Osterfest ist das älteste Fest der Christlichen Kirche und gilt als das Hauptfest des Kirchenjahres. Gefeiert wird die Auferstehung Jesu Christi. Es gibt den Brauch, ein rotes Ei zum Zeichen von Glück und Wohlergehen über die Wange zu streichen
Orthodoxes Weihnachtsfest
(christlich) Das Orthodoxe Weihnachtsfest (russ./serb./äth.)
(christlich) Der erste Tag der Karwoche erinnert an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem. Palmwedel schwangen die Menschen damals zur Begrüßung.
(jüdisch) Dieses mehrtägige "Fest der ungesäuerten Brote" ist dem Gedenken an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten geweiht. Bei einer feierlichen Mahlzeit wird die Erinnerung an die Verschonung (pessach) begangen, bei der der Würgeengel alle Erstgeborenen tötete, außer jener Familien, die ihre Haustore mit Blut gekennzeichnet hatten.
(christlich) Fünfzig Tage nach Ostern gedenkt man der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die in Jerusalem versammelten Apostel. Pfingsten gilt auch als "Geburtstag der Kirche". Die orthodoxe Kirche feiert an diesem Tag das Fest der Trinität und der Geistsendung.
(hinduistisch) Das Fest der Sonnenwende ist in vielen Gegenden auch das Erntedankfest. Pongal ist in Südindien das Fest des vollen Reistopfes.
(jüdisch) Der jüdische "Karnevalstag", an dem sich vor allem Kinder kostümieren, erinnert an die verhinderte Ermordung der persischen Juden durch den Kanzler Haman des Königs Xerxes, der mittels Los den Tag der Ermordung festlegen wollte.
Heute verbindet man mit dem Purimfest auch die Erinnerung an den Holocaust (alle jüdischen Feiertage beginnen bei Sonnenuntergang des Vorabends).
Beginn des Ramadan
Der Ramadan ("Sommerhitze") ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat. Das Fasten ist eine der im Koran verankerten religiösen Pflichten der Muslime. Während der Helle enthalten sich alle Erwachsenen, ihrer Sinne mächtigen und gesunden Muslime der Nahrung, Getränke und Genussmittel (z.B. Rauchen) sowie des Geschlechtsverkehrs.
Der Beginn des Ramadan kann Aufgrund verschiedener Berechnungsgrundlagen um einen Tag variieren.
Ramadanfest der Türken - Zuckerfest
Fest des Fastenbrechens (türkisch Seker Bayrami; Ramazan Bayrami, arabisch Aid el Fit): Das Fest ist eine Danksagung, weil Gott den Muslimen das Einhalten des Fastens ermöglicht und die Übertretungen vergeben hat. Der türkische Name Seker Bayrami wird heute mit den Süßigkeiten (seker = Zucker) in Verbindung gebracht, die an diesem Tag verschenkt werden. Daher auch die Bezeichnung "Zuckerfest".
Der Festbeginn kann Aufgrund verschiedener Berechnungsgrundlagen um einen Tag variieren, je nach nationaler Kalendertradition beginnt 2008 das Fest des Fastenbrechens (zum Beispiel in der Türkei) am 30. September oder am 1. Oktober 2008.
Reformationstag < 31. Oktober >
(christlich) Es handelt sich um das einzige ursprüngliche "evangelische" Fest, das an den Thesenanschlag Martin Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg am 31.10.1517 erinnert, durch den er zu einer Erneuerung der Kirche aufrief. Diese Thesen leiteten die Abspaltung von der katholischen Kirche ein.
Das Ridvanfest ist das wichtigste religiöse Fest der Bahai, das sich über zwölf Tage erstreckt und an die Zeit der Verkündigung des Religionsstifters Baha´u´llah im "Garten Ridvan" (Najibiyyih Garten) in der Nähe von Bagdad im Jahre 1863 erinnert.
(jüdisch) Im Mittelpunkt des jüdischen "Wochenfestes" steht das Gedenken und der Dank für Gottes wichtigste Gabe an sein Volk: Die Thora, die Urkunde des Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel.
Silvester < 31. Dezember >
An diesem Tag feiert man das Ende des Jahres. Die Bezeichnung Silvester hat sich eingebürgert, da der 31.12.335 der Todestag des Papstes Silvester - und seit 813 auch sein Namenstag - ist. Der Hl. Silvester (auch: Sylvester) war ein aus Rom stammender Papst, während dessen Pontifikat (314 - 335) die Bekehrung Kaiser Konstantins zum Christentum erfolgte.
Sikh Neujahr Baisakhi Fest
(Sikh) Für Sikhs ist Baisakhi oder Vaisakhi das wichtigste Jahresfest und gilt als Geburtstag der Khalsa-Gemeinschaft. An Baisakhi 1699 begründete der zehnte Guru Gobind Singh die verbindliche Gemeinschaft der Sikh. An Vaisakhi tragen die Leute neue Kleider und machen sich gegenseitig Geschenke.
St. Georgsfest der Roma < 06. Mai >
Das Fest des Heiligen Georg ist für die Roma der größte religiöse Feiertag im Jahr. Der Heilige Georg - Beiname "der Drachentöter" - stammte aus Kleinasien und starb im 4. Jahrhundert den Tod des Märtyrers. Er ist der Schutzheilige der Sinti und Roma. Das Fest wird auch von muslimischen Roma gefeiert.
(christlich) Kirchlicher Feiertag zu Ehren Johannes des Täufers, der die Ankunft des Messias verkündete und später auch Jesus selbst mit dem Wasser des Jordan getauft haben soll.
St. Martin < 11. November >
(christlich) Gefeiert wird der Heilige Martin, der für seine Barmherzigkeit bekannt ist. So berichtet die Legende, dass Sankt Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Das erste Kloster Galliens wurde von ihm gegründet. Er selbst wurde Bischof.
St. Nikolaus < 6. Dezember >
(christlich) Der heilige Nikolaus ist einer der meist verehrten christlichen Heiligen (4. Jh.), der durch seine Hilfsbereitschaft und Menschenfreundlichkeit bekannt wurde. Er war Bischof von Myra (heutige Türkei). Viele Legenden erzählen davon, wie er Armen, Verurteilten oder in Not Geratenen half und Geschenke verteilte.
(christlich) Der St. Patrick's Day ist der am am 17. März begangene Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick. Er war der erste christliche Missionar in Irland.
Tag der Arbeit < 01. Mai >
(weltlich) Internationaler Tag zu Ehren der arbeitenden Menschen .
Vielerorts wird dieser Tag mit einem Tanz in den Mai gefeiert, in der Nähe des Harzes mit Hexenfeiern zur sogenannten Walpurgisnacht. Auch bekannt ist der bunt geschmückte Maibaum, um den früher Volkstänze aufgeführt wurden.
Tag der deutschen Einheit < 03. Oktober >
(weltlich) Als gesetzlicher Feiertag der Bundesrepublik Deutschlands wird an diesem Tag an die Wiedervereinigung Deutschlands erinnert.
Tag der Französischen Revolution < 14. Juli >
Französischer Nationalfeiertag. Am 14.7.1789 stürmten Pariser Bürger die Bastille und befreiten die sieben darin befindlichen Gefangenen. Das Ereignis gilt als Beginn der Französischen Revolution.
Am Jom ha-Schoa gedenkt man mit dem Entzünden von Gedenkkerzen und mit Gottesdiensten der jüdischen Opfer des Holocaust (Schoa).
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus < 27. Januar >
In der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus sowie an die Frauen und Männern des Widerstandes. Die Rote Armee befreite am 27.1.1945 das Vernichtungslager Auschwitz.
Nordamerikanisches Ernstdankfest. Es ist üblich an Thanksgiving ein festliches Familienessen mit gefülltem Truthahn zu veranstalten. In den USA am Vierten Donnerstag im November, in Kanada am Zweiten Montag im Oktober gefeiert.
(christlich) Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, ist ein Festtag der evangelischen Kirche und dient dem Gedenken an die Verstorbenen und die Gläubigen Friedhöfe besuchen und die Gräber ihrer Toten schmücken.
Türkisches Kinderfest < 23. April >
Von Mustafa Kemal Atatürk gestiftetes Fest zu Ehren der Kinder.
Valentinstag < 14. Februar >
Der Valentinstag, auch "Tag der Liebenden" oder "Freundschaftstag", ist der Tag, an dem man an seine Lieben Valentinsgrüße versendet und Blumen verschenkt. Das Fest ist benannt nach St. Valentin, der zu Lebzeiten Priester und Mönch in Rom war. Er beschenkte die Menschen, die zu ihm kamen, mit Blumen aus seinem Garten und traute trotz Verbots Liebespaare nach christlichem Brauch
(weltlich) Dieser staatliche Gedenktag, der seit 1952 begangen wird, erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.
Weihnachten < 25. und 26.Dezember >
(christlich) Am ersten Weihnachtsfeiertag steht die Geburt Jesu im Mittelpunkt geistlicher und volkstümlicher Lieder, Spiele und Bräuche, die in Kirchen und im Kreise der Familie begangen werden.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird des ersten Märtyrers der Christenheit, des Heiligen Stephan, gedacht, der wegen seiner Predigten verleumdet und gesteinigt wurde. Nach der Überlieferung gehörte Stefan zu den Diakonen, die von den Aposteln durch Handauflegen geweiht worden waren, um die Jünger Jesu dann in ihrer Arbeit zu entlasten.
Weltkindertag < 20. September >
Dieser Tag basiert auf der Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder 1925 und der daraus resultierenden Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder. Zu diesem Anlass rief man die teilnehmenden Länder dazu auf, einen Kindertag einzuführen, um ein Zeichen für Kinderrechte zu setzen.
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