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Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming - Woher kommt das?

Gender Mainstreaming(Externer Link) ist die gleichstellungspolitische Strategie der Europäischen Union, die ursprünglich auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1994 entwickelt wurde. Im Amsterdamer Vertrag von 1999 in Artikel 3, Absatz 2 heißt es: "Bei allen in diesem Artikel genannten Tätigkeiten wirkt die Gemeinschaft darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern.“ Gender Mainstreaming wird auch im Bezirksamt Treptow-Köpenick angewendet.

Gender Mainstreaming - Was heißt das?

Der aus dem Englischen stammende Begriff Gender steht für das gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägte Geschlecht, bezeichnet also eher die Geschlechterrollen von Frauen und Männern. Diese sind – anders als das biologische Geschlecht (Sex) – erlernt und damit auch veränderbar. Mainstreaming bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe – hier die Chancengleicheit der Geschlechter – zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird. Der entsprechende Einsatz finanzieller Mittel hierfür wird als Gender Budgeting bezeichnet.

Gender Mainstreaming - Was passiert in Berlin?

Die Berliner Verfassung schreibt in Artikel 10 (Absatz 3) die Gleichstellung von Frauen und Männern vor. Ebenso das Landesgleichstellungsgesetz (LGG). Im Jahr 2002 beschloss der Senat von Berlin, Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in der Berliner Politik und Verwaltung umzusetzen, um damit den gesetzlichen Gleichstellungsauftrag zu realisieren. Gender Mainstreaming und Gender Budgeting sind Strategien zur systematischen Gleichstellungsorientierung aller Maßnahmen. Für die Umsetzung sind alle Mitarbeitenden der Berliner Verwaltungen zuständig. Die Ergebnisverantwortung liegt bei den Führungskräften.

Gender Mainstreaming - Was macht der Bezirk Treptow-Köpenick?

Der Umsetzungsprozess von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting als Gleichstellungsstrategie ist als ein mehrstufiges Verfahren geplant, an dem sich alle Berliner Verwaltungen und politischen Gremien beteiligen. Der Bezirk Treptow-Köpenick hat mit Beschluss vom 14. Juli 2007 die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen. Neben der Einrichtung einer Steuerungsgruppe ist u. a. ein Gleichstellungsbericht vorgesehen, der zum März jeden Jahres vorgelegt wird.

Mit der Bezirksstadträtin Ines Feierabend und dem Bezirksstadtrat Svend Simdorn als Genderbeauftragte haben der Rat der Bürgermeister und der Staatssekretärsausschuss Gleichstellung zwei hochrangige Ansprechpartner/-innen im Bezirksamt.

Die Abteilungen und Ämter haben sich lang-, mittel- und kurzfristige Ziele gesetzt, um Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen.

Gender Mainstreaming des Bezirksamtes - aktuelle Projekte

Programm "Aktiv im Alter"(Externer Link) - Bezirksamt Treptow-Köpenick beteiligt sich mit 2 Einrichtungen

Weitere Informationen zu Gender Mainstreaming und zum Berliner Prozess:

Geschäftsstelle Gender Mainstreaming: http://www.berlin.de/sen/gender/index.html
GenderKompetenzZentrum der HU Berlin: http://www.genderkompetenz.info(Externer Link)
Gender Mainstreaming im BMFSFJ: http://www.gender-mainstreaming.net(Externer Link)
Gender Mainstreaming in der Friedrich-Ebert-Stiftung: http://www.fes.de/gender/gm.htm(Externer Link)

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