Auszug - Lösungen für den Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD) finden  

 
 
23. (öffentliche, außerordentliche) Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3.1
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Datum: Mi, 26.09.2018 Status: öffentlich
Zeit: 18:30 - 20:30 Anlass: außerordentliche
Raum: Rathaus Treptow Kleiner BVV-Saal, Raum 217
Ort: Neue Krugallee 4, 12435 Berlin
VIII/0481 Lösungen für den Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD) finden
   
 
Status:öffentlichVorgang/Beschluss:0381/21/18
 Ursprungaktuell
Initiator:SPDBzVV
Verfasser:1. Ana-Maria Trasnea
2. Grit Rohde
 
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Ortsbezüge:2.1. Gesamtbezirk

Frau Trăsnea begründet den geänderten Antrag der SPD-Fraktion.

Frau Belz unterstützt diesen geänderten Antrag.

Die Formulierung "sozialwissenschaftliche Fachkräfte" wird von einigen Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses als unpassend empfunden. Der Oberbegriff Sozialwissenschaften ist sehr breit gefasst und sollte daher in diesem Kontext eingeschränkt werden.

Frau Belz schlägt vor, "mit einschlägigen Berufserfahrungen" zu ergänzen.

Frau Hölling findet es wichtig, eine Erweiterung der Zugangsvoraussetzungen zu erreichen. Zurzeit können sich Sozialarbeiter mit staatlicher Anerkennung und Menschen die vom Abschluss (z.B. Dipl.Päd.) und mit einschlägiger Berufserfahrung gleichgestellt werden können, bewerben. Sie hält aber im 1. Anstrich "alle"r falsch. Dafür ist Sozialwissenschaften zu breitgefasst, aber nicht alle darunterfallenden Studiengänge sind passend.

Auf Nachfrage bestätigt Frau Hölling, dass die Anhebung der Stellen RSD nicht so einfach ist. Im Land Berlin ist es so festgelegt, aber andere Bundesländer haben höhere Vergütungen. Die Jugendämter halten es zwingend für erforderlich und setzen sich dafür ein, dass auch in Berlin höhere Vergütungen durchgesetzt werden.

 

Antrag:

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass folgende Punkte zur Verbesserung der dramatischen Arbeitssituation im Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD) Umsetzung finden:

       Öffnung des Zugangs für pädagogische und sozialwissenschaftliche Fachkräfte bei Sicherstellung der gleichgestellten Bezahlung und Einbeziehung der benannten Berufsgruppen bei bundesweiten Bewerber / -innenaktivitäten
(lt. Protokollkontrolle auf der 26. Sitzung)

       Ermöglichen von Praktikumsverträgen für Studierende im "Praktischen Jahr" aus anderen Bundesländern

       Ermöglichen der Übernahme von Praktikanten / Praktikantinnen in den öffentlichen Dienst

       Staatliche Anerkennung der Studienabschlüsse aus anderen Bundesländern

       Verkürzung des Einstellungsverfahrens (lt. Protokollkontrolle auf der 26. Sitzung)

       Verbindliche Einführung von Fallzahlen bis zu 65 Fälle pro Mitarbeiter /-in

       Anhebung der Stellen im RSD auf mindestens E 10 TVL plus der derzeitigen Zulage

       Angleichung des TVL an das Niveau TVöD.

Der BVV ist zeitnah zu berichten.

 

Abstimmung:

Mit zwei Gegenstimmen wird der Antrag mehrheitlich beschlossen.

(9 Ja / 2 Nein / 0 Enthaltungen)

 

 


In der Sitzung der BVV am 14.06.2018 wurde nachfolgende Drucksache zur Behandlung und Erarbeitung einer Beschlussempfehlung an den Jugendhilfeausschuss überwiesen:

 

Drs. VIII/0481

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass folgende Punkte zur Verbesserung der dramatischen Arbeitssituation im Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD) Umsetzung finden:

       Öffnung des Zugangs für pädagogische und sozialwissenschaftliche Fachkräfte bei Sicherstellung der gleichgestellten Bezahlung

       Ermöglichen von Praktikumsverträgen für Studierende im "Praktischen Jahr" aus anderen Bundesländern

       Ermöglichen der Übernahme von Praktikanten / Praktikantinnen in den öffentlichen Dienst

       Staatliche Anerkennung der Studienabschlüsse aus anderen Bundesländern

       Verkürzung des Einstellungsverfahrens.

 

Der Jugendhilfeausschuss hat die Drucksache auf seiner Sitzung am 26.09.2018 abschließend beraten und empfiehlt der BVV mehrheitlich (9:2:0) die Annahme des Antrages in der folgenden geänderten Fassung:

 

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass folgende Punkte zur Verbesserung der dramatischen Arbeitssituation im Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD) Umsetzung finden:

       Öffnung des Zugangs für pädagogische und sozialwissenschaftliche Fachkräfte bei Sicherstellung der gleichgestellten Bezahlung und Einbeziehung der benannten Berufsgruppen bei bundesweiten Bewerber /-innenaktivitäten

       Ermöglichen von Praktikumsverträgen für Studierende im "Praktischen Jahr" aus anderen Bundesländern

       Ermöglichen der Übernahme von Praktikanten / Praktikantinnen in den öffentlichen Dienst

       Staatliche Anerkennung der Studienabschlüsse aus anderen Bundesländern

       Verbindliche Einführung von Fallzahlen bis zu 65 Fälle pro Mitarbeiter /-in

       Anhebung der Stellen im RSD auf mindestens E 10 TVL plus der derzeitigen Zulage

       Angleichung des TVL an das Niveau TVöD.

Der BVV ist zeitnah zu berichten.

 


Abstimmungsergebnis: dafür: 9; dagegen: 2; Enthaltung: 0.


 
 

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