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Von der Theorie in die Praxis - Wie entstand die Idee zum Weltspielplatz

Knut Fliese
Fliese für Eisbär Knut auf der Brücke der Herzen
Bild: BA Treptow-Köpenick

Der Spielplatz auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Plänterwald“ hat eine Fläche von ca. 7.000 Quadratmetern und basiert auf einem völlig neuen Spielplatzkonzept.
Er liegt in unmittelbarer Nähe des Rathauses Treptow und der Abteibrücke zur Insel der Jugend, die auch als „Brücke der Herzen“ bekannt ist.
Die Idee für den Spielplatz geht auf die Aktion „Theo Tintenklecks“ (www.mytheo.de) zurück. Theo vergibt jährlich an nationale und internationale Persönlichkeiten „Blaue Herzen für Kinderfreundlichkeit“, die dann in Form von herzförmigen Steinfliesen in den Boden der Abteibrücke gelassen werden. Der Spielplatz sollte in unmittelbarer Nähe entstehen und vermitteln, dass auf allen Kontinenten Kinder friedlich miteinander spielen, lernen und leben können.
Der Spielplatz soll daher zugleich Begegnungsstätte für Kinder aus der ganzen Welt werden.

Kinder entwickelten Ideen für Spielgeräte
Kinder entwickelten Ideen für Spielgeräte
Bild: Ahner / Brehm

Das Grundkonzept für die Gestaltung der Kontinente und die Entwürfe für die kontinenttypschen Spielgeräte wurden von Schülerinnen und Schülern der Berlin Brandenburg International School (BBIS) entworfen. Nahezu alle Ideen wurden in die weitere Planung übernommen und durch Fachfirmen zu normgerechten Spielgeräte weiter entwickelt. Somit wird der Weltspielplatz fast ausschließlich aus Unikaten bestehen.

Gebaut wird der Spielplatz in zwei Etappen. Im Sommer 2013 wurde der erste Bauabschnitt – die Herstellung der Grundflächen – fertig gestellt. Es fehlen jedoch noch die Spielgeräte. Dennoch können die ersten „Kontinente“ als große Buddelkästen oder Ballspielflächen genutzt werden. Sie sind mit Naturstein eingefasst; der Asphalt dazwischen, der später blau eingefärbt werden wird, soll die Ozeane symbolisieren. Hier kann man skaten oder rollern. Eisschollen in der Antarktika sind auch schon vorhanden und Bänke, Papierkörbe und Fahrradständer stehen zur Verfügung.

Für die Planung und Errichtung der Grundflächen standen EU-Fördermittel bereit. Bei der weiteren Gestaltung und der Aufstellung von Spielgeräten (2. Bauabschnitt) setzt der Bezirk auf Sponsoren und Spenden. So sind z.B. für den „Nordpol“ Eisbären und Iglus geplant, während man in „Asien“ die „Chinesische Mauer“ erklimmen kann. Auf „Afrika“ soll neben Kletterbäumen und einem besteigbaren Büffel ein Klettergerüst in Form einer Giraffe stehen und „Amerika“ wird durch ein riesiges Kletternetz verbunden, das symbolisch von den „Rocky Mountains“ im Norden bis zu den „Anden“ im Süden reicht. Für den Kontinent Europa wünschten sich Kinder einen Käse mit Spieltunneln sowie einen Bauernhof. Mit einer typischen Londoner Telefonzelle wird Afrika mit Europa verbunden.

Die Ausstattung mit den Spielgeräten soll nunmehr schrittweise erfolgen. Der Bezirk hofft auf engagierte Spender und Sponsoren. Für die Spenden wurde beim Bezirk ein Spendenkonto eingerichtet.