Überschwemmungsgebiete

Aktuelle Informationen zu den Überschwemmungsgebieten Müggelspree und Gosener Gewässer

Stadt in der Gewalt des Wassers
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Im letzten Jahr wurde über öffentliche Veranstaltungen, die Tagespresse und Internet darüber informiert, dass die im Land Berlin gelegenen Überschwemmungsgebiete durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin im Januar 2013 vorläufig gesichert wurden. Die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete dagegen steht noch aus.
Während die Vorbereitungen zur Festsetzung der Überschwemmungsgebiete an der Unteren Havel, der Erpe, der Panke und des Tegeler Fließes weitgehend abgeschlossen sind und das förmliche Beteiligungsverfahren für diese Gebiete in Kürze beginnt, wird sich die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete an Müggelspree und den Gosener Gewässern jedoch verzögern. Es sind noch umfangreiche Überarbeitungen der Überschwemmungsgebiete in diesen Gebieten erforderlich.

Die Berliner Müggelspree und die Gosener Gewässer befinden sich im Einflussbereich der Stauhaltungen Mühlendamm/Kleinmachnow. Die Wasserstände werden in diesen Bereichen auch im Hochwasserfall durch Steuerung der Wehre beeinflusst. Bei Hochwasser ist die Kontrolle und die Ableitung der Wassermengen jedoch nicht nur von den Wasserständen in der Stauhaltung abhängig, sondern es müssen unterschiedliche Randbedingungen und Beschränkungen wie z. B. Schifffahrt, Wasserstände in unterhalb gelegenen Gebieten, Ufersicherungen und Bauwerksgründungen berücksichtigt werden. Derzeit wird daher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt geprüft, ob die Wehre der Stauhaltung Mühlendamm/Kleinmachnow im Hochwasserfall optimaler zu steuern sind. Die Berechnungen und Abstimmungen benötigen Zeit. Die neuen Überschwemmungsgebietskarten weisen dann mit deutlich höherer Genauigkeit die betroffenen Gebiete aus. Ziel ist das Risiko negativer Hochwasserfolgen durch angemessene und an das gefährdete Gebiet angepasste Ziele und Maßnahmen zu verringern und wenn möglich sogar ganz auszuschließen. Die Möglichkeit der Hochwassersteuerung im Hochwasserfall besteht für die anderen Berliner Gewässer nicht.

Vor Festsetzung des Überschwemmungsgebietes erfolgt ein förmliches Beteiligungsverfahren analog zum bald beginnenden Verfahren für die anderen Überschwemmungsgebiete. In diesem Verfahren hat jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit Einwendungen hervorzubringen. Über den Zeitraum zur Einsicht- und Stellungnahme im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit wird es zu gegebener Zeit Informationen über das Amtsblatt und Internet, ggf. auch Zeitungsannoncen geben. Falls Sie von der Möglichkeit einer gesonderten Benachrichtigung per Email Gebrauch machen möchten, teilen Sie bitte hierzu Ihren Email-Kontakt mit. Sollten Sie über keinen Internetzugang verfügen, übermitteln Sie alternativ Ihre postalische Anschrift an:

Kontakt:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
VIII E 251/Frau Wolter
Brückenstraße 6
10179 Berlin
andrea.wolter@senstadtum.berlin.de

Weitere Informationen, auch zu den derzeit geltenden vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten finden Sie auf der Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Hochwasser

Informationsveranstaltung zu Berliner Überschwemmungsgebieten im Jahr 2013

Am Mittwoch, den 12. Juni 2013, führte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine Informationsveranstaltung zu den vorläufig ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten Berlins durch. Diese fand in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), Campus Wilhelminenhofstraße, Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin, statt.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hatte am 8. Februar 2013 eine Allgemeinverfügung zur vorläufigen Sicherung der im Land Berlin gelegenen Überschwemmungsgebiete erlassen, um das Hochwasserrisiko und die Folgen eines erhöhten Wasserpegels zu minimieren. Im Bezirk Treptow-Köpenick sind die Bereiche um Müggelspree, Müggelsee, Erpe, die Gosener Gewässer sowie den Seddinsee betroffen.

Senat sichert vorläufig Berliner Überschwemmungsgebiete

Auswirkungen auf beabsichtige Baumaßnahmen in Überschwemmungsgebieten

Die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erlassene Allgemeinverfügung zur vorläufigen Sicherung der im Land Berlin gelegenen Überschwemmungsgebiete soll das Hochwasserrisiko und die Folgen eines erhöhten Wasserpegels minimieren. Betroffen sind im Bezirk Treptow-Köpenick die Bereiche um Müggelspree, Müggelsee, Erpe, die Gosener Gewässer sowie den Seddinsee.

In den nunmehr gesicherten Überschwemmungsgebieten ist die Errichtung oder Erweiterung von baulichen Anlagen mit wenigen Ausnahmen unzulässig, auch wenn es sich bisher um Bauland handelte. Ebenfalls ausgeschlossen ist, hier neues Bauland auszuweisen. Darüber hinaus sind noch weitere Schutzvorschriften bestimmt.

Die im Amtsblatt von Berlin veröffentliche Verfügung trat am 08.02.2013 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind die getroffenen vorläufigen Regelungen verbindlich. Die Überschwemmungsgebiete und ihre Grenzen sind in Karten dargestellt. Die Verfügung mit den jeweiligen Teilkarten der Überschwemmungsgebiete können zu den Sprechzeiten oder nach Vereinbarung unter anderem im Bezirk Treptow-Köpenick im Stadtentwicklungsamt, Alt-Köpenick 21 sowie im Umwelt- und Naturschutzamt, Rinkartstraße 11-13 und bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eingesehen werden. Die Karten finden Sie auch online .

Ansprechpartner für wasserrechtliche Fragen ist bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Frau Schulze, Telefon (030) 9025 2057.
Im Bezirk Treptow-Köpenick erteilt Herr Pfeifer, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht, Telefon (030) 90297-2531 Auskünfte zu privaten Bauvorhaben in den festgesetzten Überschwemmungsgebieten sowie zu diesbezüglichen umwelt- und naturschutzrechtlichen Fragen Herr Dr. Kleinlosen, Amt für Umwelt und Naturschutz, Telefon (030) 90297-5932.