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Amerikanische Faulbrut

Biene auf einer Blüte
Bild: WONG SZE FEI / Fotolia.com

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakteriell bedingte, hoch ansteckende Erkrankung der Bienenbrut. Sie befällt ausschließlich Bienenlarven, erwachsene Bienen sind gegen den Erreger resistent, können ihn aber weiterverbreiten. In Deutschland besteht eine Meldepflicht, weshalb bei berechtigtem Verdacht oder Nachweis eines Befalls die zuständige Behörde, in Berlin die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des jeweiligen Bezirks in Kenntnis gesetzt werden muss.

Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut finden Sie auch beim Friedrich-Loeffler-Institut.

Ausbruch in Treptow-Köpenick

In Treptow-Köpenick ist Mitte Oktober 2021 ein Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut im Ortsteil Müggelheim bestätigt worden. Die Veterinäraufsicht hat eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Rund um den Ausbruchsort wurde ein Sperrbezirk von 2 km Radius eingerichtet. Aus ihm dürfen weder Bienen heraus- noch hinein verbracht werden. Bienenhalter*innen, die die Haltung ihrer Völker bisher nicht angezeigt haben, werden dringend gebeten, sich bei bei der Veterinäraufsicht zu melden.

Biene auf einer Blüte
Bild: Nature Today - Fotolia.com

Die Amerikanische Faulbrut ist eine weltweit verbreitete Bienenseuche und tritt auch in Deutschland immer wieder auf. In Berlin gab es zuletzt im Juni 2021 Ausbrüche in Tempelhof-Schöneberg und Spandau.

Die AFB befällt ausschließlich die Brut eines Bienenvolkes. Typische Symptome der Erkrankung sind
  • ein lückenhaftes Brutnest,
  • eingesunkene, löchrige Zelldeckel,
  • in frühen Stadien bilden Larven eine zähe, hell- bis dunkelbraune Masse in der Brutzelle,
  • später trocknen sie aus und bilden einen harten Schorf an den Zellwänden
  • bei starken Befall fauliger Geruch des Nests
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Eine gute imkerliche Praxis spielt eine entscheidende Rolle in der Prävention der AFB. Grundsätzlich sollten Sie
  • Bienenvölker nur unter Vorlage eines gültigen Gesundheitszeugnisses kaufen,
  • keinen fremden Honig an Ihre eigenen Bienen verfüttern,
  • Ausrüstungsgegenstände, Beuten, Futtergeschirr, etc. regelmäßig desinfizieren oder austauschen
  • auf eine gute Wabenhygiene achten.
  • Darüber hinaus können Sie im Sinne der Eigenkontrolle Futterkranzproben auf Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut untersuchen lassen.
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Bei einem positivem Befund muss grundsätzlich das gesamte Bienenvolk als befallen angesehen und vernichtet werden. Obwohl erwachsene Bienen selbst resistent gegen den Erreger sind, spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Übertragung der Sporen. Um eine Verbreitung auf andere Völker in der Umgebung zu verhindern, werden betroffenen Bienenstände deshalb in den meisten Fällen vernichtet.

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Nein, die AFB befällt ausschließlich die Bienenbrut. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich.

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Ja, da auch Sporen des Erregers für den Menschen ungefährlich sind, kann Honig auch weiterhin bedenkenlos verzehrt werden. Mit Sporen belasteter Honig darf allerdings unter keinen Umständen an Bienen verfüttert werden.

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