Jugendhilfe im Strafverfahren (JGH)

Das Jugendamt wird von der Polizei und Staatsanwaltschaft über laufende Ermittlungsverfahren bzw. Anklagen gegen Jugendliche, die zur Zeit der Tat (14 bis 18 Jahre) bzw. Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) waren, informiert und ist gesetzlich zur Mitwirkung im Strafverfahren verpflichtet (§ 52 SGB VIII und §§ 38,50 JGG).

Arbeitsinhalte:

• Kontaktaufnahme zu den Beschuldigten, bei Jugendlichen zu den Personensorgeberechtigten

• Beratung und Unterstützung junger Menschen, die einer Straftat beschuldigt werden

• Information über den Ablauf eines Gerichtsverfahrens

• Fertigung einer sozialpädagogischen Stellungnahme zur persönlichen, familiären und sozialen Situation des Jugendlichen bzw. Heranwachsenden

• dem Gericht wird ein Vorschlag unterbreitet, der erzieherisch wirken soll

• Information über die in Frage kommenden Leistungen der Jugendhilfe

• Leistet Haftentscheidungshilfen fürs Gericht

• Leitet jugendrichterliche Weisungen ein und überwacht diese ggf. (z. B. Freizeitarbeiten, Täter-Opfer-Ausgleich, Beratung, Anti-Gewalt-Seminar, Sozialer Trainingskurs)

Die Begleitung im Strafverfahren ist unabhängig und autonom von der Justiz.

Die Inanspruchnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren seitens der Beschuldigten und deren Sorgeberechtigten ist freiwillig.

Sprechstunde vor Ort: Donnerstag 14.00 bis 18.00 und nach Vereinbarung.

*Kontakt: JGH@ba-tk.berlin.de *

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

aus aktuellem Anlass finden im Jugendamt ab 16.3.2020 bis auf weiteres keine offenen Sprechstunden mehr statt. Zur Vermeidung von Sozialkontakten zur Prävention der Verbreitung des Corona Virus bitten wir Sie zu prüfen, ob bereits vereinbarte Termine wirklich persönlich wahrgenommen werden müssen.
Wir bitten Sie Ihre Anliegen möglichst mit den jeweils zuständigen Bearbeiter*innen telefonisch oder per Mail zu klären, um nicht zwingend erforderlichen persönlichen Kontakt zu vermeiden. Aufgrund der Personalsituation im Jugendamt bitten wie Sie um Verständnis für ggf. verzögerte Bearbeitung Ihrer Anliegen.

Die kommunalen Jugendfreizeiteinrichtungen werden ab Montag bis auf weiteres geschlossen. Die Tagespflegeeinrichtungen bleiben bis auf weiteres in Betrieb.

Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahmen. Wir möchten damit einen Beitrag dazu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

In dringenden Kinderschutzfällen wenden Sie sich bitte an den Krisendienst Kinderschutz.