Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Seniorenvertretung Treptow-Köpenick

Seniorenvertretung
Bild: BA Treptow-Köpenick

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Seniorinnen und Senioren!

Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf unserer Internetseite und freuen uns, dass Sie sich hier über unsere Tätigkeit informieren möchten.

Die Seniorenvertretung hat zwei Schwerpunkt-Aufgaben: Einbringen der Meinung der Senioren in die politischen Prozesse des Bezirks und Kontakthalten mit den wichtigen Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren im Bezirk. Darüber hinaus können Sie auch gerne mit Ihren ganz persönlichen Anliegen zu uns kommen oder uns einfach einmal besuchen, z.B. bei unserer nächsten monatlichen Sitzung, deren Termin und Ort Sie auf unserer Seite „Aus den Sitzungen der Seniorenvertretung – aktuelles Protokoll – letzter Teil“ entnehmen können. Und wenn Sie uns einfach etwas mitteilen wollen: Die Kontaktseite steht hierfür zur Verfügung.

Wir freuen uns immer über Reaktionen aus dem Kreis der Seniorinnen und Senioren, die wir ja vertreten sollen. Wir sind Ihr „verlängerter Arm“, machen Sie Gebrauch davon!

Flyer der Seniorenvertretung

PDF-Dokument (1.2 MB)

Allgemeines

Aktuelles

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Hinweise auf aktuelle Maßnahmen, Veranstaltungen, wichtige Termine etc.Weitere Informationen

Arbeitsfelder

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Die Aufgaben der Seniorenvertretung finden Sie hier.Weitere Informationen

Die Arbeit der Seniorenvertretung

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Die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick berichtet von ihrer ArbeitWeitere Informationen

Bezirks- und Landespolitik

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Bild: BA Treptow-Köpenick

Berichte von der politischen Arbeit der Seniorenvertretung Treptow-Köpenick finden Sie hier.Weitere Informationen

Sonstiges

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Sonstige Informationen der SeniorenvertretungWeitere Informationen

Vielfalt des Alters vorleben - Interview mit Frau Dr. Hambach, Vorsitzende der Seniorenvertretung

Die Seniorenvertretung hat sich viel vorgenommen für das Jahr 2013. Die Vorsitzende, Frau Dr. Johanna Hambach, hatte Gelegenheit in einem Interview mit Frau Wagner, von der apercu-Verlagsgesellschaft, die in Kürze das Seniorenjournal für Treptow-Köpenick herausbringt, die Schwerpunkte der Arbeit der Seniorenvertretung deutlich zu machen.

Nachfolgend das Interview:

Ein gutes Jahr lang leitet Dr. Johanna Hambach (65) die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick. Wir fragten die einstige Hochschullehrerin, Betriebswirtin und Bürgerdeputierte:

Frau Wagner: War`s auch ein gutes Jahr?

Wir tun eine ganze Menge – auch wenn wir dabei vielleicht nicht immer als Seniorenvertretung erkennbar sind. Wir arbeiten in den Kiezklubs mit, und sind froh, dass unser Kampf um die Erhaltung des Hauses der Begegnung in der Wendenschloßstraße erfolgreich war. Das Grundstück wurde inzwischen vom Bezirk gekauft. Die Kontakte zu den Pflegeeinrichtungen und deren Heimbeiräten haben wir ausgebaut, und in den Ausschüssen der BVV und in Beiräten auf bezirklicher Ebene sind wir auch vertreten. Unser erstes Seniorenforum vergangenen Herbst war gut besucht.

Frau Wagner: Was bewegt die Senioren im Bezirk?

Wohnen, Rente, Pflege sind die Themen, die uns am meisten beschäftigen. Besonders beschäftigt uns der vom Land geforderte Stellenabbau im Bezirksamt. Das geht nicht. Die Nußbaum-Forderung, der Bezirk solle die freiwilligen Leistungen streichen, macht uns wütend. Die Kiezklubs – das sind z. B. solche – sind für viele, die allein leben, mehr als nur irgendein Treffpunkt – hier ist Leben, Bewegung, Beschäftigung miteinander, Hilfe untereinander. Das hat auch viel mit Gesundheit und Wohlbefinden zu tun. Und uns ist auch unter dieser Sicht der „Draht“ zu den Jungen sehr wichtig. Ich bin selbst im Jugendhilfeausschuss, interessiere mich für das Konzept der Jugendeinrichtungen. Es wird schwieriger, die Angebote für Alt und Jung aufrechtzuerhalten. Gemeinsam werden wir kämpfen.

Frau Wagner: Was regt Sie ganz persönlich auf?

Immer noch und immer wieder das einschichtige Altersbild, das gewissermaßen in die Gehirnrinde vieler Jüngerer eingeritzt ist. Das begegnet uns überall – beim Einkaufen, beim Fernsehen, in Gesprächen. Alt sein sei gleichbedeutend mit großen Defiziten. Alter heißt nicht mehr richtig laufen, sich nicht mehr selbst pflegen und verpflegen können…

Frau Wagner: Und was tun Sie dagegen?

Da muss man immer wieder mit der eigenen Persönlichkeit reingehen, Lebenserfahrung, Temperament, Gelassenheit vorleben, um Vorurteile aufzubrechen. Alter ist Vielfalt, das sind mehrere Generationen: Die 60- bis 70-Jährigen, die 80- bis 90-Jährigen, die 90- bis 100-Jährigen. Und selbst die Hundertjährigen sind eine differenzierte Gruppe. Bei der Demografietagung des Bezirks im Oktober diesen Jahres, wo es um Potenziale und Herausforderungen des Alters geht, werde ich auch darüber sprechen.

Frau Wagner: Womit beschäftigt sich der Vorstand der Seniorenvertretung in diesem Jahr besonders?

Wir bereiten das zweite Seniorenforum im Herbst vor, und werden die Beratungen in den Gremien, wo wir vertreten sind, etwa im Behindertenbeirat oder im Beirat für bürgerschaftliches Engagement, auch mehr zu intensiven Gesprächen untereinander nutzen. Wie öffentlichkeitswirksam wir sind, das hängt von jedem Einzelnen ab. Jeder ist natürlich in seinem Kiez präsent, doch an den „Rändern“ von Treptow, da werden wir noch nicht so als Interessenvertretung von mehr als 70.000 Senioren – das sind immerhin 30 Prozent der Bevölkerung im Bezirk – wahrgenommen. Daran müssen wir noch arbeiten.

Frau Wagner: Auch als Vorsitzende der Berliner Landesseniorenvertretung sehen Sie 2013 als ein wichtiges Jahr?

Es geht um die Weiterentwicklung des Seniorenmitwirkungsgesetzes. Wir haben bisher Rederecht in den Ausschüssen der BVV, aber kein Stimmrecht. Und der Passus mit dem Rederecht ist im Gesetz eher unverbindlich formuliert. Diskutiert wird ob wir von der Rechtsposition her den gleichen Status haben können wie Bürgerdeputierte. Wir wollen die tatsächliche Mitwirkung verstärken und zu Mitbestimmung kommen. Das muss auf Landesebene entschieden werden, dafür machen wir uns als Seniorenvertretungen stark.

Frau Wagner: Nach geruhsamem Rentnerleben hört sich das alles nicht an…

Ich bin jetzt Vollrentner mit Vollzeitjob, das stimmt schon. Wie man das schafft? Sich gut organisieren und auf seine Mitstreiter verlassen können. In der Ruhe liegt die Kraft. Und dazu nach dem Motto eines großen Deutschen: „Heiterkeit ist die Mutter der Weisheit …“. Was nicht ausschließt, dass man sich auch mal entladen muss…

Gespräch: Renate Wagner