Der Bezirk Treptow-Köpenick ist in den letzten Jahren zum Universitäts- und Hochschulstandort ersten Grades avanciert. Neben der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", die bereits seit Jahrzehnten mit diesem Bezirk verbunden ist, haben sich die Humbold-Universität sowie die Hochschule für Wirtschaft und Technik für den Standort Treptow-Köpenick entschieden.
In den Jahren 1998 bis 2003 haben sich sechs Institute der Humbold-Universität (HU) auf dem Gelände der WISTA - Der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien - in Adlershof angesiedelt (z.B. das Institut für Chemie, für Informatik und Psychologie).
Außerdem sind 6 Fachbereiche der Hochschule für Technik und Wirtschaft seit 2006 nach Oberschönweide in die Wilhelminenhöfe gezogen. Somit gibt es über 12.000 Studentinnen und Studenten, die ihr Studium im Bezirk absolvieren.
Die Motive der HU und der HTW überzeugen:
Neben einer ausreichenden Infrastruktur und genügend Raum ist gerade die Verschmelzung von Forschung und Lehre durch die vorhandenen Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Bezirk eine Bereicherung für alle Beteiligten. Der dadurch entstehende Synergieeffekt beschleunigt Arbeitsprozesse, optimiert Ergebnisse und ermöglicht vielfältige Kooperationen und Projekte.
Auf dem direkt an der Spree gelegenen ehemaligen Industrieareal im Südosten Berlins, wo einst die Kabelwerke Oberspree (KWO) und davor die AEG ihren Sitz hatten, sind bis zum Wintersemester 2009/2010 Hörsäle, Labore und Seminarräume, eine großzügige Bibliothek und eine Mensa für rund 600 Studierende entstanden. Die ersten Gebäude wurden bereits bis Juni 2006 ausgebaut und die ca. 1000 Studierenden und Professoren des Fachbereichs Gestaltung der HTW zogen zum Wintersemester 2006/2007 ein. Der zweite Umzug folgte dann im Jahr 2009. Statt fünf zum Teil weit voneinander entfernte Hochschulstandorte gibt es für die HTW nun nur noch zwei Standorte in räumlicher Nähe:
- den Campus Oberschöneweide mit 6000 Studierenden und
- den Campus Karlshorst mit 4000 Studierenden.Die übrigen vier Standorte in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Lichtenberg wurden dafür aufgegeben.
Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin mit Sitz im Ortsteil Niederschöneweide wurde 1905 von Max Reinhardt als erste deutsche Schauspielschule gegründet. Nach der grundsätzlichen Trennung der Schauspielschule vom Deutschen Theater entstand 1951 die Staatliche Schauspielschule in Berlin-Niederschöneweide. 1981 erhielt sie den Status einer Hochschule und wurde nach dem ein Jahr zuvor verstorbenen Sänger und Schauspieler Ernst Busch benannt.
Ungefähr 90 Studenten werden an der „Ernst Busch“ in Schauspiel, Puppenspiel, Regie und Choreographie unterrichtet. Republikweit ist die Schauspielschule für Ihre qualitativ hochwertige Ausbildung bekannt.