In Vorbereitung dieser etwa 900.000 Mark teuren Baumaßnahme wurde der Abriss mehrerer Wohnhäuser in der Böttcher- und Schlossstraße sowie des bisherigen zweiten Treppenhauses am Südgiebel des historischen Rathauses unumgänglich. Nach der Grundsteinlegung am 19. April 1938 begann die Berlinische Baugesellschaft unter Leitung des Stadtbaudirektors Dr. Rundschmidt und Magistratsoberbaurat Hennings mit der Ausführung der Bauarbeiten, die allerdings infolge des Kriegsausbruchs über das Rohbaustadium nicht hinauskamen und erst im März 1949 vollendet wurden. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der vorhandenen Diensträume auf etwa 320. Seit 1990 hat die Anzahl der Büroräume durch den beidseitigen Ausbau der Dachetagen im Verlauf der Straße Alt-Köpenick und im Verbindungstrakt zur Böttcherstraße um weitere zwanzig auf jetzt etwa 340 zugenommen. Anlässlich des 100. Jubiläums des Rathauses im Jahre 2005 erstrahlt neben dem Haupttreppenhaus auch der historische Sitzungssaal wieder im neuen Glanz. Fast ein Jahr lang haben Kunstmaler, Tischler und Dekorateure unter fachmännischer Anleitung erfahrener Restauratoren und Denkmalpfleger dem Saal wieder jenen „feierlich-würdigen, zugleich aber recht behaglichen Eindruck“ zurückgegeben, der in der ersten Sitzung der Stadtverordneten am 10.Oktober 1905 vom Publikum staunend bewundert wurde.
Autor: Claus-Dieter Sprink, Leiter des Heimatmuseums Köpenick



Stadtplan


Bus-Haltestellen:
Tram-Haltestellen:
