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Friedenskirche

Grünau

auf einen Blick

5.398 Einwohner (30.6.2012, Amt für Statistik)
9,1 km2

Kindertagesstätten: 4
Sekundar-/ Gemeinschaftsschulen: 1

Verkehrsverbindungen: S-Bahnhof Grünau, Straßenbahnlinie 68




Im März des Jahres 1749 entstand unweit des Forsthauses Steinbinde am Ufer der Dahme das Dorf "Grüne Aue" (Grünau) mit zunächst drei, dann vier aus der Pfalz kommenden Zuwanderern. Nach der Errichtung eines Haltepunktes an der 1866 eröffneten Berlin-Görlitzer Eisenbahn und einer Anlegestelle der Berliner Dampfschifffahrts-Aktiengesellschaft im gleichen Jahr entwickelte sich Grünau zum bevorzugten Ausflugsort, dessen Attraktivität durch die seit Juni 1868 regelmäßig ausgetragenen Ruderregatten noch erhöht wurde. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte die "Berliner Dampfschiffahrts-Aktiengesellschaft" den Ort und brachte während der Sommermonate Tausende Erholungssuchende in den reizvoll gelegenen Ort. Nach 1875 kamen Vertreter des finanzkräftigen Bürgertums in die Region, erste Fabrikgebäude, aber auch Mietblocks, Villen, Gaststätten und Landhäuser entstanden. Spätestens mit dem Dahme-Ruderwettbewerb vom 27.6.1880 wurde das Revier für den Wassersport entdeckt. Bereits 20 Jahre später war die Regattastrecke mit einer überdachten Tribüne und einem Pavillon für den deutschen Kaiser entstanden. Die olympischen Ruder- und Kanuwettbewerbe 1936 festigten den internationalen Ruf der Strecke. Die Tribüne ist auch heute noch ein Besuchermagnet mit vielfältigen Veranstaltungen und ein touristischer Anziehungspunkt. Die Wassersportgeschichte wird im Wassersportmuseum(Externer Link) Grünau, Regattastraße 223, anschaulich erzählt und mit vielen Exponaten illustriert. Anfang des 20. Jahrhunderts schritt der Ausbau der Infrastruktur zügig voran. So entstand 1905 im Verbund mit Adlershof und Altglienicke das erste Wasserwerk, drei Jahre später erfolgte der Ausbau des Gas- und Elektrizitätsnetzes. Komfortable Gebäude in idyllischer Lage begründeten den Ruf Grünaus als Villenvorort im Südosten der Hauptstadt. Prominentester Einwohner in der Nachkriegszeit war der Schriftsteller Stefan Heym.

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