Am 31.05.2010 wurde im Wappensaal des Roten Rathauses die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an zwölf ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner durch die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Carola Bluhm gemeinsam mit der Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement Monika Helbig verliehen.
Zu den ausgezeichneten in diesem Jahr gehört u.a. Frau Valentina Böhm.
Sie setzt sich seit 12 Jahren für die Belange älterer Zuwanderer aus Russland ein, berät und begleitet bei Behördenangelegenheiten, organisiert Treffen, leitet seit 2005 eine Seniorengruppe für ältere Deutsche aus Russland in Treptow-Köpenick, initiierte Sprach-, Bastel- und Strickkurse und organisiert Ausflüge, Veranstaltungen und Vorträge innerhalb dieser Gruppe, seit 2008 Mitglied in der AG Migration des Landesseniorenbeirates.
Wir gratulieren Frau Valentina Böhm sehr herzlich zu dieser Auszeichnung.
Am 7.07.2008 wurde im Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner verliehen.
Dr. Erhard Reddig spielt mit seinen ehrenamtlichen Aktivitäten im Bezirk Treptow-Köpenick eine wichtige Rolle für die Entwicklung demokratischer Verfahrensweisen in kommunalen Belangen.
Seit 1990 ist die Tätigkeit des Bürgerkomitees Plänterwald von der unermüdlichen Tatkraft seines Sprechers Dr. Erhard Reddig getragen.
In unzähligen gut besuchten Bürgerversammlungen, wesentlich auf seiner Initiative und seiner Organisationsfähigkeit basierend, wurde bewiesen, dass Menschen durchaus nicht politikmüde sind, wenn Sie selbst erfahren, dass es Möglichkeiten zur Mitwirkung an gesellschaftlichen Prozessen gibt.
Dr. Reddig bleibt nicht stehen bei öffentlichen Reden, Artikeln und Erklärungen. Seine Wohnung im Platanenweg ist ein ständiger Anlaufpunkt für Bürger, denen er hilft, ihre Anliegen zu formulieren und weiterzuleiten, zum Sozialamt oder an eine andere Behörde. Als Mitglied des Berliner Mietervereins organisiert er dessen Tätigkeit in seinem unmittelbaren Wohnbereich.
Auf Initiative von Dr. Reddig gibt das Bürgerkomitee Plänterwald seit fast 10 Jahren mehrmals im Jahr das „Plänterwaldblatt“ heraus, um über vielfältige bürgerschaftliche Initiativen zu informieren und zum Mittun anzuregen.
Das Themenfeld, das das Bürgerkomitee mit Erhard Reddig vertritt, betrifft auch den nachhaltigen Schutz unserer Lebensumwelt, besonders des Landschaftsschutzgebietes Plänterwald. Seine Meinung kann man auf der Website der Arbeitsgemeinschaft „Pro Plänterwald“ finden. Sein Engagement gehört auch der neugegründeten Bürgerinitiative „Treptower Park“. Diese entstand als – zunächst über die Köpfe der betroffenen Bürger hinweg – Teile des Treptower Parks für eine kommerzielle Begleitveranstaltung zur Fußball-WM zur Verfügung gestellt wurden.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entstand in unserem Bezirk als Antwort auf die Ansiedlung der NPD-Zentrale. Dr. Erhard Reddig gehört von Anfang an zu den aktiven Mitgliedern. Außerdem setzte er sich zusammen mit dem Bürgerkomitee Plänterwald und dem Bund der Antifaschisten Treptow e.V. für die Würdigung solcher hervorragender Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstandes wie Ruth Werner und Dora Schaul ein. Deren Lebenswege waren eng mit unserer Region verknüpft.
Es ist wesentlich das Verdienst von Dr. Erhard Reddig, dass eine Interessengemeinschaft Treptow-Köpenicker Bürgervereine geschaffen wurde, die koordiniert vorgeht. Dies dient besonders der Erkenntnis, dass Formen repräsentativer Demokratie ergänzt werden müssen durch Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung und andere Möglichkeiten direkter Demokratie. Der mündige Bürger wird auch zwischen den Wahlgängen benötigt.
Der „Soziale Arbeitskreis Treptow-Köpenick“, der aus dem kurz nach der Wende gegründeten „Sozialen Arbeitskreis Treptow“ hervorging, wurde viele Jahre von Dr. Reddig geleitet. Dieser soziale Arbeitskreis wurde unter Dr. Reddigs Federführung ein Ort der Kommunikation zwischen Initiativen, Sozialverbänden und Sozialpolitikern, die ohne diese Klammer möglicherweise nie das gemeinsame Gespräch gefunden hätten.
In Realisierung seiner ehrenamtlichen Funktionen sucht Dr. Reddig die Verbindung zu den Verordneten der BVV. Er verfolgt die Versammlungen, nutzt die Bürgerfragestunde, nimmt an Ausschusssitzungen teil, bekommt häufig das Rederecht. Mit persönlicher Bescheidenheit trägt er Meinungsäußerung und Kritik fundiert und sachlich vor. Er verfolgt dabei oft Anliegen, die ohne seine Intervention der Aufmerksamkeit der Verordneten entgangen wären. Dr. Reddig genießt über unterschiedliche politische Gruppierungen hinweg Respekt und Anerkennung.
Es war an der Zeit, dieses beispielhafte bürgerschaftliche Engagement auf dem Gebiet der Demokratieentwicklung besonders zu würdigen.
Am 7.07.2008 wurde im Louise-Schroeder-Saal des Roten Rathauses die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner verliehen.
Frau Borch setzt sich für die Nachbarschaftshilfe, für soziale Belange ihrer Mitmenschen, für die Entwicklung des Wohngebietes und die Gründung von Freizeitgruppen, auch generationsübergreifend, ein.
Seit 1998 hat Frau Borch in der Seniorenbegegnungsstätte Dahmestraße in Bohnsdorf für ihre Aktivitäten einen noch größeren Wirkungsraum gefunden.
Im Seniorenbeirat ist sie seit 1998 aktiv tätig. Sie war anfangs für die Kultur und seit 2002 ist sie nunmehr für die Finanzen zuständig. Zugleich ist sie auch stellvertretende Vorsitzende des Beirates.
Gemeinsam mit anderen Bürgern hat sie engagiert mitgeholfen, dass in der Freizeitstätte die Räume eingerichtet und Gruppen gegründet wurden und Werbung für die Einrichtung verteilt wurde. Sie unterstützt Veranstaltungen, damit das Haus mit Leben erfüllt wird.
Sie hat sich dafür stark gemacht, dass Englisch-Kurse, Computerkurse, Sportgruppen und kulturelle Veranstaltungen in unserer Einrichtung stattfinden können.
Frau Borch geht immer neue Aufgaben an, setzt sich für andere Menschen ein und ist Ansprechpartnerin für viele Bürgerinnen und Bürger im Wohngebiet. Bei Sorgen, die ihr anvertraut werden, versucht sie Unterstützung zu geben.
Sie ist Mitbegründerin der Seniorengruppe Tanz und Theater „Die Zipperleiner“, die es seit 8 Jahren gibt. Sie tritt mit der Gruppe in Krankenhäusern, Tagesstätten, Betreutem Wohnen und anderen Senioreneinrichtungen auf.
Besonders am Herzen liegen ihr die Seniorinnen und Senioren im hohen Alter, für die sie die Geburtstagsfeiern mitgestaltet. Sie hat dafür gesorgt, dass zu den monatlichen Geburtstagsfeiern in unserer Einrichtung eine Schulklasse aus der Grundschule am Buntzelberg ein kleines Programm aufführt.
Ohne Frau Borchs stetige Arbeit für die Gemeinschaft würden in diesem Wohngebiet viele ältere Menschen vereinsamen.
Diese Ehrung ist eine Anerkennung für jahrzehntelanges Wirken im Ortsteil Bohnsdorf.
Am 5.12.2008 wurde die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner verliehen.
Frau Edith Bachmann setzt sich solange wie wir sie kennen für die Nachbarschaftshilfe, für soziale Belange ihrer Mitmenschen, für die Entwicklung des Wohngebietes und die Gründung von Gruppen für jede Art bürgerschaftlichen Engagements ein.
1993 wurde im Süden von Köpenick ein ehemaliges Armeegebäude zum Nachbarschaftszentrum für die angrenzenden Wohngebiete vom Magistrat und Senat erstritten und vom Bezirksamt Treptow-Köpenick umgebaut. Seit dieser Zeit hat Frau Bachmann für ihre Aktivitäten einen noch größeren Wirkungsraum gefunden.
Sie hat sich für eine Sozialkommission beworben, in der sie seit dieser Zeit unermüdlich arbeitet. Ihre Aktivitäten haben aber nicht ursächlich mit dieser Gruppe zu tun.
Gemeinsam mit anderen engagierten Bürgern (besonders Ursula Höft) hat sie aus Spenden Möbel geschleppt, Räume eingerichtet, Gruppen gegründet, Werbung verteilt und aktiv begonnen, dieses Haus mit Leben zu erfüllen.
Frau Bachmann spricht nicht über ihre Aktivitäten, sie geht immer neue Aufgaben an und setzt sich ein. Sie ist Ansprechpartner für viele Bürger, hilft bei allen Sorgen die Ihr anvertraut werden. Sie stellt sich selbst immer in die zweite Reihe, will nicht genannt sein, nimmt sich zurück.
Frau Bachmann war 1990 Mitbegründerin der Gruppe „Geselliges Handarbeiten“. 1993 war sie Mitbegründerin der „Hessenwinkler Spätlese“, eines Seniorenchores. Sie besorgt Noten, kopiert, stellt Chormappen zusammen, kümmert sich um Auftrittstermine und den Transport von Gehbehinderten.
Sie besorgt für interessierte Senioren Theaterkarten, kümmert sich um die Organisation. Sie organisiert Tagesfahrten mit dem Bus, kümmert sich um die Teilnehmer. Sie leitet seit ca. 8 Jahren die freie Seniorengruppe Skat, Rommé, Schach, organisiert Turniere und Sommerfeste, kocht und bäckt für die Teilnehmer.
In den Ortsteilen verteilt sie jeden Monat hunderte von Programmen für kulturelle Veranstaltungen, läuft von Haus zu Haus.
Frau Bachmann ist ebenfalls im Bürgerverein Hessenwinkel e.V. engagiert, hier kümmert sie sich um Wochenendeinsätze zur Ortsbildverschönerung und sammelt Kröten für den Naturschutz ein. Ohne Frau Bachmanns stetige Arbeit für die Gemeinschaft würden in unserem Wohngebiet viele Menschen vereinsamen.
Diese bescheidene Frau aus der 2. Reihe bewirkt mehr als so mancher „Macher“. Diese Ehrung ist eine Anerkennung für jahrzehntelanges Wirken in den Randbezirken von Berlin.
Am 7.12.2009 wurde die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner verliehen.
Frau Mechthild Hartung ist seit 1991 ehrenamtliche Vorsteherin der Sozialkommission in Altglienicke. Dieses Wohngebiet ist ein sozial vielschichtiges Wohngebiet in Treptow-Köpenick. Die ehrenamtlichen Mitglieder in der Sozialkommission von Frau Hartung sind nicht nur multikulturell zusammengesetzt, auch ist die Sozialkommission mit 14 Mitgliedern eine der größten unseres Bezirks. Frau Hartung versteht es, die unterschiedlichen Mitglieder für die ehrenamtliche Tätigkeit zu motivieren, ihnen die notwendigen Informationen und Erfahrungen zu vermitteln, so dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben mit viel Engagement wahrnehmen können.
Zu den Aufgaben dieser Sozialkommission gehören nicht nur den Senioren einen Glückwunsch zu hohen Geburtstagen zu überbringen, sondern auch Informationen und Hilfen des Sozialamtes zu vermitteln und vor allem zu den Betreuten persönliche Kontakte herzustellen, so dass eine Vertrauensbasis zu den Senioren entsteht. Frau Hartung gelingt dabei dieser persönliche Kontakt mit besonderer Sensibilität. Sie setzt sich dabei auch für die Integration der russischen Aussiedler ein. Sie organisiert selbständig Treffen mit Senioren und Aussiedlern, hilft ihnen bei der Alltagsbewältigung. Sie vermittelt innerhalb ihrer Sozialkommission Sprachförderung für Aussiedlerkinder und Englischunterricht für Schüler. Obwohl Frau Hartung familiär sehr belastet ist, engagiert sie sich mit hoher Empfindsamkeit, Klugheit und Geduld.
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