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Ort der Wissenschaft und der Wirtschaft: Adlershof

Adlershof

auf einen Blick:

15.251 Einwohner
Kindertagesstätten: 6
Grundschulen: 1
andere Schulformen: 3
Allgemeinmediziner (ohne Fachärzte): 9
Zahnärzte (ohne Kieferorthopäden): 9
Seniorenfreizeitstätten: 1

Verkehrsverbindungen: S-Bahn Adlershof, Omnibus- und Straßenbahnverbindungen

Zur Entstehung

Die Besiedelung der auch noch lange nach dem Dreißigjährigen Krieg brach liegenden Ländereien beförderte die friderizianische Wirtschafts- und Bevölkerungspolitik auf dem Gebiet des heutigen Bezirkes Treptow-Köpenick durch 11 neue Ortsgründungen. Auf einer Waldlichtung, genannt der "sueszen Grundt", betrieb zunächst ein Köpenicker Landjäger namens Bock einen seit 1741 legalisierten Ackerbau. Das am 14. April 1754 gegründete Zinsgut Adlershof gab auch der benachbarten Büdnerkolonie seinen Namen. Das Gut war mit seiner Maulbeerbaumplantage ein Teil der preußischen Bemühungen, eine heimische Seidenindustrie oder -produktion aufzubauen.

In den folgenden Jahren wechselte das Gut mehrfach den Besitzer. Während des siebenjährigen Krieges (1756-1763) wurde Adlershof mehrfach geplündert. 65 Einwohner zählte die Ansiedlung im Jahr 1800. Ab 1872 baute der Unternehmer Quistorp eine Villen-Kolonie für betuchte Berliner in Adlershof, von der jedoch nur sieben Häuser fertiggestellt wurden, da Quistorp bankrott ging. Es wurden in den 80er Jahren und Anfang der 90er Jahre noch einige Landhäuser gebaut. Die 1867 fertiggestellte Görlitzer Eisenbahn, deren Strecke am Rande der Siedlung verlief, erhielt 1874 eine Haltestelle in Adlershof. Zuvor hielt der Zug auf freiem Feld. 1879 wird das Gut Adlershof aufgelöst und in eine Gemeinde umgewandelt.Alte Schule Das Wachstum der Industrie in Berlin wirkte sich auch auf Adlershof aus. Die Industrialisierung der Gemeinde begann mit der Ansiedlung der Chemiefirma "C. A. F. Kahlbaum" 1882. Weitere Unternehmen folgten.

Im Zuge mit der Industrieansiedlung stieg die Einwohnerzahl von 344 im Jahr 1880 auf 3.346 im Jahr 1890. Zehn Jahre später waren es bereits 8.006 Einwohner.

Die Dörpfeldstraße ist die Hauptverkehrsader des Ortsteils, an ihr liegen der Marktplatz mit dem Löwenbrunnen und die Alte Gemeindeschule, die heute als Bürger- und Kulturzentrum genutzt wird. Die erste weltliche Schule in Preußen wird noch heute als Schulgebäude genutzt: sie steht in der Radickestraße 43.

In der 1984 nach ihr benannten, parallel zum Adlergestell verlaufenden Straße lebte von 1955 bis zu ihrem Tode 1983 die Schriftstellerin und Berliner Ehrenbürgerin Anna Seghers. Sie gehört zu den bekanntesten Anwohnern von Adlershof. Ihre Wohnung in der Anna-Seghers-Straße 81 ist als Gedenkstätte der Öffentlichkeit zugänglich.

Ebenfalls Adlershofer war von 1950 bis zu seinem Tod 1969 der bedeutende Komponist Rudolf Wagner-Régeny. Eine besondere Tradition haben in Adlershof Wissenschaft und Forschung. Der Flugplatz Johannisthal-Adlershof wurde im September 1909 eröffnet. 1911 wurde die erste deutsche Fliegerschule eröffnet. Ein Jahr später entstand als führende Forschungseinrichtung die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt.

Adlershof heute

Der Teil Adlershofs westlich der Bahntrasse ist bereits jetzt an die Autobahn 113 Berlin - Flughafen Schönefeld (Fertigstellung des Teilstücks Adlershof - Flughafen 2008) - Dresden angeschlossen. Die Verkehrssituation im Ortsteil wird durch die Aufweitung der Bahnunterführung am Adlergestell / Rudower Chaussee weiter verbessert werden, die Verlängerung der Straßenbahn vom S-Bahnhof durch den Campus Adlershof ist geplant. Sie wird auch durch den Groß-Berliner Damm fahren, der nun bis Schöneweide durchgängig befahrbar ist, damit den östlichen Teil des ehemaligen Flugfelds für Forschung und Gewerbe erschließt und einen direkten Zugang zur Wissenschafts- und Wirtschaftsstadt Adlershof von Norden herstellt.
Die ist einer der erfolgreichsten Hochtechnologiestandorte Deutschlands. Auf einer Fläche von 4,2 Quadratkilometern wächst und blüht seit 1991 ein integrierter Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort, eingebettet in ein städtebauliches Gesamtkonzept. Kern ist der Wissenschafts- und Technologiepark mit ca. 400 Unternehmen und zwölf außeruniversitären wissenschaftlichen Instituten. Hinzu kommen sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität zu Berlin. In unmittelbarer Nachbarschaft von wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen der Hochtechnologie hat sich Berlins bedeutendster Medienstandort mit 138 Unternehmen etabliert. Im Umfeld all dessen entsteht ein Ensemble aus Wohnquartieren, Läden, Hotels, Restaurants und einem großen Landschaftspark. In dieser Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien sind heute schon insgesamt 12.750 Menschen tätig - die Auszubildenden und Studenten dabei noch nicht einmal mitgerechnet.
Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien
  • Fläche: 420 Hektar
  • Beschäftigte: ca. 12.750, 1.100 Auszubildende und 6.434 Studenten
  • Unternehmen: 739
  • Umsätze aller Unternehmen (einschließlich Fördermittel) und Budgets der wissenschaftlichen Einrichtungen (einschließlich Drittmittel) im Jahr 2006: 1,3 Milliarden Euro
Wissenschafts- und Technologiepark
  • Unternehmen: 400, Zahl der Mitarbeiter: 4.279
    • Neuansiedlungen 2006: 53 Unternehmen
    • Wissenschaftliche Einrichtungen: 12 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, über 1.500 Mitarbeiter, darunter 857 Wissenschaftler, einschließlich 124 Doktoranden
    • Humboldt-Universität zu Berlin: Sechs naturwissenschaftliche Institute (Institut für Informatik, Mathematik, Chemie, Physik, Geographie und für Psychologie), 130 Professoren, ca. 6.500 Studenten und 900 Mitarbeiter
Medienstadt
  • 138 Unternehmen, 1.837 Mitarbeiter
    • Neuansiedlungen 2006: 34 Unternehmen
Gewerbe und Dienstleistungen
  • 201 Unternehmen, über 4.250 Mitarbeiter
    • Neuansiedlungen 2006: 48 Unternehmen
Landschaftspark
  • 66 Hektar
Berlin-Adlershof - die Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft(Externer Link) - erhielt große Aufmerksamkeit als registriertes Projekt der EXPO 2000. Im Jahr 2002 erhielt die WiStA den "Award of Excellence for Innovative Regions" und wurde in den Kreis der "Regions of Excellence" Europas aufgenommen. Der "Award of Excellence" wird von der Europäischen Kommission seit 1998 verliehen.
Einmal jährlich findet hier eine "Lange Nacht der Wissenschaften" statt.

Der Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.v.(Externer Link) gibt weitere Informationen sowie www.inadlershof.de(Externer Link)

Kontakt

Bezirksamt Treptow-Köpenick
Rathaus Köpenick
Alt-Köpenick 21
12555 Berlin


Stadtplan

Postanschrift
PF: 910 240
12414 Berlin

Telefon: (030) 90297-0

Formular Kontaktformular

Fahrverbindungen

Bus-Haltestellen:
Rathaus Köpenick:
164
Freiheit:
164
Schloßplatz Köpenick:
164, 167

Tram-Haltestellen:
Rathaus Köpenick:
27, 60, 61, 62, 67, 68
Freiheit:
27, 60, 61, 62, 67, 68
Schloßplatz Köpenick:
27, 60, 61, 62, 67, 68

  
 
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