Bezirksamt Treptow-Köpenick für den Erhalt von Gewerbeflächen

Pressemitteilung vom 28.04.2017

Das Bezirksamt setzt sich für den Erhalt der Gewerbeflächen auf dem ehemaligen Betonwerksgelände an der Grünauer Straße ein. Das ca. 300.000 m² große Grundstück am Teltowkanal in der Nähe zur Dahme weckt Begehrlichkeit bei Projektentwicklern für Wohnungsbau. Dem Anliegen, hier Wohnbauland auszuweisen, wird der Bezirk nicht stattgeben.
Eine Wohnnutzung ist unter den derzeit geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen dort unzulässig und ist auch seitens des Bezirks nicht geplant, da sie den bezirklichen und den landesweiten städtebaulichen Zielen entgegen steht. Die Fläche ist berlinweit eines der wenigen großen zusammenhängenden Gewerbeflächenpotentiale und soll als solches entwickelt werden.

Der Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung, Rainer Hölmer: „Das bestehende Gewerbegebiet ist auch im Flächennutzungsplan, der die städtebaulichen Ziele für das gesamte Land Berlin, darstellt, als gewerbliche Baufläche ausgewiesen. Die bezirklichen Ziele stehen in vollem Einklang mit den landesplanerischen Zielsetzungen.“
Dem trägt auch die Aktualisierung des Stadtentwicklungsplans Industrie und Gewerbe mit dem Erhalt und der Sicherung der bestehenden Gewerbeflächen in vollem Umfang Rechnung.

Der Bezirk Treptow-Köpenick ist vor allem bekannt für seine Grün- und Erholungsflächen sowie für seine attraktiven Wohnlagen. Mit der Wissenschafts- und Medienstadt Adlershof steht er aber auch ganz wesentlich für innovative Wissenschaft und neue Arbeitsplätze.
Der Bezirk wächst. Viele Zuzügler zieht es in den Südosten. Die Zahl der genehmigten Wohneinheiten ist im Vergleich zum Vorjahr in Treptow-Köpenick weiterhin auf einem hohen Niveau. So wurden 2016 3.683 Wohnungen durch das Stadtentwicklungsamt Treptow-Köpenick genehmigt.

Der Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung, Rainer Hölmer sagt hierzu: „Die Attraktivität des Bezirks Treptow-Köpenick ist ungebrochen, dies ist auch an den konstant hohen Zahlen von Bauanträgen und Baugenehmigungen ablesbar. Wir arbeiten weiter mit Hochdruck daran, dass die Infrastruktur mit dieser Entwicklung Schritt hält. Aber Treptow-Köpenick soll nicht zur reinen Schlafstadt werden. Es werden auch Flächen für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen benötigt.“

Der Bezirk Treptow-Köpenick verfügt derzeit noch über ein umfangreiches Potential an Wohnbauflächen für viele verschiedene Zielgruppen, von innerstädtischem Wohnen über Einfamilienhäuser bis hin zu hochattraktiven Wasserlagen. Insgesamt könnten bis 2030 ca. 28.000 neue Wohnungen entstehen.