Internationaler Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2014 - Veranstaltungen in Treptow-Köpenick

Gewalt kommt nicht in die Tüte 2014
Bild: BIG e. V.
Pressemitteilung vom 11.11.2014

1. Berlinweite Auftaktveranstaltung am 24. November 2014 im Rathaus Schöneberg

2. Aktion des Bezirksamtes Treptow-Köpenick „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ am 25. November 2014 im Forum Köpenick – Kaisers Back Shop

3. Fachveranstaltung „Kindeswohlgefährdung durch das Familienrechtssystem“ am 27.November 2014 in der Villa Offensiv

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist längst kein Tabuthema mehr. Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 ist sie als Straftat definiert. Jede dritte Frau in der Europäischen Union ist einer aktuellen Studie von März 2014 zufolge seit ihrer Jugend Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden. Das berichtet die EU-Grundrechte-Agentur (FRA) auf Basis einer neuen Erhebung. Betroffen sind demnach etwa 62 Millionen Frauen. Fünf Prozent von ihnen seien vergewaltigt worden.

Jährlich fliehen In Deutschland ca. 40.000 Frauen vor ihren gewalttätigen Männern ins Frauenhaus. Am häufigsten erleben Frauen Gewalt noch immer in ihrem Zuhause, durch den eigenen Partner oder den Ehemann. Gewalt ist nie privat. Wer im häuslichen Bereich geschlagen, gedemütigt, zwangsverheiratet oder vergewaltigt wird, braucht besonderen Schutz.

Die diesjährigen Aktionstage stehen unter dem Motto „Mobil gegen häusliche Gewalt“ und werden von den kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten der Berliner Bezirke in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen organisiert. Bei der Berliner Kampagne „Mobil gegen häusliche Gewalt“ engagieren sich Menschen zwischen dem 25. November – dem Internationalen Tag “Nein zu Gewalt an Frauen” – und dem 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – weltweit für die Kampagne “16 Tage gegen Gewalt an Frauen”. Ziel ist es, über die vielfältigen Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzuklären und zu intervenieren.

1. Berlinweite Auftaktveranstaltung am 24. November 2014 im Rathaus Schöneberg

Bildvergrößerung: Mobil gegen häusliche Gewalt
Bild: Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte der Berliner Bezirke

Am Montag, den 24.11.2014 von 17:50 bis 21:00 Uhr findet im BVV-Saal des Rathauses Schöneberg die Auftaktveranstaltung zu der 16-tägigen berlinweiten Veranstaltungsreihe statt. Präsentiert wird der Film „Festung“. Im Anschluss an die Filmvorführung des mit dem Preis der Jugendjury beim Max-Ophüls-Festival ausgezeichneten Film findet ein Podiumsgespräch statt. Es diskutieren die Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen, Angelika May von Frauenzimmer und S.I.G.N.A.L. e.V, Birte Rohles von TERRE DES FEMMES und Jennifer Rotter von BIG e.V. – Moderation Shelly Kupferberg.

Mobil gegen häusliche Gewalt - Veranstaltungsübersicht

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2. Aktion des Bezirksamtes Treptow-Köpenick „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ am 25. November 2014 im Forum Köpenick – Kaisers Backshop von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Bildvergrößerung: Gewalt kommt nicht in die Tüte
Bild: BA Treptow-Köpenick

Mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ ist die Kaiser’s Tengelmann AG, langjähriger Partner der Kampagne, wieder dabei. 500.000 Bäckertüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ werden am 25. November 2013 in den Back Shops der Kaiser‘s Filialen in vielen Bezirken an Bürgerinnen und Bürger verteilt.

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick plant eine Brötchenverkaufsaktion in der Kaisers Filiale im Forum Köpenick. Dort werden der Bezirksbürgermeister sowie und Chefärztinnen und Chefärzte aus den DRK-Kliniken Köpenick die Brötchen – oder auch Kuchentüten – in der Zeit von 15:0 Uhr bis 17:00 Uhr verkaufen. Die Gleichstellungsbeauftragte ist ebenfalls vor Ort und steht als Ansprechperson zur Verfügung.

Eindrücke von der letztjährigen Brötchenverkaufsaktion finden Sie hier.

3. Fachveranstaltung „Kindeswohlgefährdung durch das Familienrechtssystem“ am 27. November 2014 in der Villa Offensiv

Bildvergrößerung: Kindeswohlgefährdung
Bild: Mütterlobby

Am 27. November 2014 veranstaltet die Gleichstellungsbeauftragte in Zusammenarbeit mit Offensiv 91’e.V. und dem Mütterlobby e.V. eine Fachveranstaltung, welche strukturelle Defizite bei Sorgerechtsstreitigkeiten thematisiert. Mütter erleben in gerichtlichen Sorgerechtsverfahren, dass ihre Rechte und die ihrer Kinder nicht gewahrt sind. Viele Mütter berichten von Nötigung und Willkür ‚im Namen des Kindeswohls‘. Ohnmächtig stehen sie den Verfahrensbeteiligten gegenüber. Sie können ihre Kinder nicht mehr schützen. Die Belastung der Kinder und Mütter in solchen Verfahren ist enorm. Die Mütterlobby e.V. setzt sich dafür ein, die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Position von Müttern zu verbessern. Die Veranstaltung wird mit dem Kurzfilm: Gutachter – die heimlichen Richter beginnen. Anschließend wird Frau Barbara Thieme von der Mütterlobby e.V. einen Vortrag halten. Danach ist eine offene Diskussionsrunde geplant. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, der Verwaltung, Gutachter, Ärzte, betroffenen Frauen und interessierte Personen sind herzlich eingeladen.

Kindeswohlgefährdung durch das Familienrechtssystem - Einladungsflyer

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