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„Lange Tafel“ jetzt auch in Treptow

Pressemitteilung vom 07.07.2009

am Sonnabend, dem 11. Juli 2009, mit großem Spaghettiessen ab 12 Uhr an insgesamt 1000m Langer Tafel auf der Heidelberger Straße / Bouchéstraße.
Anlässlich des vierten – in Treptow-Köpenick des ersten – großen Spaghettiessens zum Thema Berliner Mauermythos schrieben Schülerinnen und Schüler aus der Erinnerung von Zeitzeugen. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler wird als Schirmherrin dieses „Eat-Ins“ gegen 12.30 Uhr von Schülerinnen und Schülern verfasste Chroniken entgegennehmen. Die jungen Leute kommen eigentlich aus Neukölln, werden im nächsten Schuljahr aus der dortigen Röntgenschule in die Schule in der Wildenbruchstraße umziehen. Sie schildern in ihren Chroniken ihre Erfahrungen mit der älteren Bevölkerung in Alt-Treptow und Neukölln.
„Erst die Erinnerung gibt unserem Leben einen Sinn.“ (Marcel Proust)
Zu den bereits bestehenden Langen Tafeln (Bergmannstraße, Graefekiez, Reuterkiez, Loitz) werden in diesem Jahr zwei weitere Lange Tafeln gegründet. Eine findet in Kleinmachnow auf dem Rathausplatz statt, die andere in Berlin auf der Heidelberger Straße. „Wo früher auf Menschen geschossen wurde, können wir uns beim Spaghettiessen austauschen, kennenlernen und Freundschaften schließen.“ Zitat der Schülerin Deria, mit türkischem Familienhintergrund, aus Neukölln.
Da, wo sich zu Mauer-Zeiten Treptower und Neuköllner auf den Frühstücksteller schauen – aber auch nur schauen – konnten, gründeten wir zum Mauerfall-Jubiläum die Lange Tafel Heidelberger Straße. Hier begegnen junge und alte Nachbarn aus Ost und West jungen und alten Nachbarn aus den Kulturen der Welt, um den Dialog zwischen den Kulturen und Generationen zu beleben. In den Hauptrollen agieren jugendliche Schüler aus Treptow und Neukölln.
Wer und was steht hinter der Langen Tafel 2009?
Welche Erfahrungen machten die Schüler mit den Bürgern, als sie auf Straßen und Plätzen versuchten mit Zeitzeugen zur Berliner Mauer ins Gespräch zu kommen?
Welchen Eindruck gewannen die beiden Generationen voneinander, als sie sich in Gesprächsrunden begegneten?
Wie konnten die Schüler das Mauerleben überhaupt nachvollziehen?
Hier ging bei den Beteiligten der Blick weit über den Tellerrand hinaus. Ein enormer Wissenstransfer wurde von Allen geleistet, der zur Kulturbildung, Kommunikation und sozialen Gesundheit beiträgt. Wir zeigen Ihnen dazu Einmaliges, Authentisches und lassen die Akteure zu Wort kommen – direkt aus dem Arbeitsprozess der Berliner Langen Tafel, der im Spaghettiessen seinen Höhepunkt feiert und eine Welle vielfältiger, kommunikativer Bewegungen freisetzt.