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Auftakt-Pressekonferenz „800 Jahre Köpenick“ - Mit kühlem Kopf in heißen Sommer!

Pressemitteilung vom 15.01.2009
Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler gab am Donnerstag, dem 15. Januar 2009, mit einer Pressekonferenz im Aurora-Saal des Schlosses Köpenick den Auftakt für das Jubiläumsjahr der ersten urkundlichen Erwähnung von „copnic“ am 10. Februar 1209. Unterstützt wurde sie dabei von den Künstlerinnen Linda Fichtner (Geige), Annegret Kuttner (Klavier) und den Ensemblemitgliedern des Stadttheaters Cöpenick Joachim Kielpinski (als Jaxa), André Nicke (als Friedrich II.), Kornelia Mitrea (als Mutter Lustig) und Klaus Stephan (als „Hauptmann von Köpenick“). Als Ehrengast im Podium saß die Generalintendantin der Berliner Philharmoniker Pamela Rosenberg, die einen Auftritt ihres Ensembles anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten für den 22. September in Oberschöneweide ankündigte. Die vier genannten historischen Figuren sind
  • der letzte Wendenfürst auf der Schlossinsel Köpenick Jaxa. Er hatte durch eine List im Jahr 1157 vorübergehend Brandenburg an der Havel zurückerobert, war dann aber von den Askaniern wieder vertrieben worden. Auf der Flucht vor ihnen durchschwamm er mit seinem Pferd die Havel und kam bei dem heutigen Schildhorn wieder heraus. Aus seiner Zeit stammt auch die Münze, die als Vorlage für eine Jubiläumsmedaille dient, die heute von der Berliner Sparkasse vorgestellt wurde und in limitierter Auflage in ihren Köpenicker Filialen angeboten werden wird.
  • Friedrich II., König in (später von) Preußen, der mit der Köpenicker Region in vielfältiger Weise verbunden ist – zum Beispiel durch die Einführung der Maulbeerbaumzucht und durch die Gründung der Kolonistensiedlung Friedrichshagen (ursprünglich Friedrichgnade).
  • Mutter Lustig (eigentlich Henriette Lustig) eröffnete 1835 am Alten Markt zu Cöpenick die erste Lohnwäscherei. Damit begründete sie den Ruf der damals selbstständigen Stadt als „Waschküche von Berlin“. Ihr Denkmal steht am Frauentog – da, wo im Anschluss an die Pressekonferenz das Schauspiel kälteresistente Menschen Wäsche und sich selbst im eiskalten Wasser „gewaschen“ haben.
  • Der „Hauptmann von Köpenick“, eigentlich Friedrich Wilhelm Voigt, wurde am 16. Oktober 1906 weit über Deutschlands Grenzen hinaus mit seiner „Köpenickiade“ bekannt und zur literarischen Figur, vor allem durch Carl Zuckmayers Theaterstück. Das, auch „Ein deutsches Märchen“ genannt, wird im Oktober vom Stadttheater Cöpenick gewissermaßen am historischen Ort des Geschehens im ehemaligen Stadtverordnetensaal im Rathaus Köpenick aufgeführt.
    Im Anschluss an die Pressekonferenz fand im Frauentog die genannte „eisige“ Veranstaltung statt. Und da vorher die auch als „RTL-Wetterfee“ bekannte Maxi Biewer die Aufführung des Musicals „Heißer Sommer“ (nach einem DEFA-Film von 1968) für Juli und August angekündigt hatte, lässt sich mit Fug und Recht behaupten: „Mit kühlem Kopf in heißen Sommer“.

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