Rund um die Waldsassener Straße in Marienfelde

Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler vom 20.08.2016

Der 34. Kiezspaziergang von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler führte durch den Ortsteil Marienfelde.

Der Streifzug bot viel Abwechslung. Es wurde aufgezeigt, wie sich Marienfelde vom Dorf zum großstädtischen Stadtrand entwickelte.
Die Wohngebiete umfassen alle Varianten einer Großstadt: vom Hochhaus mit 27 Stockwerken bis zur Einfamilienhaussiedlung.

Startpunkt war die Großsiedlung Waldsassener Straße, die unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg und in Nachbarschaft zu Lankwitz (Ortsteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf) liegt. Wo früher reine Landwirtschaft und freiliegenden Naturflächen zu finden waren, wurde von 1968 bis 1974 eine der größten Hochhaussiedlungen Berlins errichtet.

Quartiersbüro Waldsassener Straße 40 / Altes Waschhaus

Der Bezirk hatte sich bereits vor vielen Jahren dafür eingesetzt, dass die Großsiedlung Waldsassener Straße zum Quartiersmanagementgebiet erklärt wird.
Um zum Quartiersmanagementgebiet erklärt zu werden, ging es aber den Marienfeldern zu gut. Und so hat der Bezirk im Jahr 2009 auf eigene Initiative ein Quartiersbüro eingerichtet, um doch etwas für dieses Quartier tun zu können. Das Quartiersbüro befindet sich in der Waldsassener Straße 40 und ist der erste Haltepunkt.

Frau Wiemann ist eine der beiden Mitarbeiterinnen, die sich im Auftrag des Bezirksamtes mit viel Engagement um die Bewohner_innen des Kiezes kümmern. Beide haben immer ein offenes Ohr für die hier lebenden Menschen.

Mit vielen tollen Angeboten versuchen die beiden „Quartiersmanagerinnen“ die Bewohner_innen zu aktivieren, um das Leben vor Ort schöner und liebenswerter zu machen.

Bereits 1994 gründeten engagierte Kiezbewohner_innen den Verein „Nachbarschafts- und Selbsthilfe-Zentrum Marienfelde Süd e.V.“ und fanden im Alten Waschhaus der DEGEWO seinen Sitz.

Der Verein leistet eine hervorragende Arbeit hier im Kiez und ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Bewohner_innen der Großsiedlung.

Garten der Länder

Eines der vielen tollen Projekte hier im Kiez ist der Garten der Länder. Dieser entsteht seit zwei Jahren auf dem Grundstück des abgerissenen Ökohauses am Tirschenreuther Ring 14a. Bewohner_innen der Großwohnsiedlung Waldsassener Straße/Tirschenreuther Ring können im interkultureller Gemeinschaftsgarten gemeinsam Beete bepflanzen, sich treffen und austauschen.

Frau Gärtner und Frau Wiemann stellten das Projekt vor.

Historischer Ortskern Marienfelde

Nach einer „kurzen“ Wanderung über die Hildburghauser Straße erreichte der Kiezspaziergang den historischen Ortskern Marienfeldes.

Hier wurde Marienfelde um ca. 1220 durch den Templerorden gegründet. Eine erste urkundlich erhaltene Erwähnung ist aus dem Jahre 1344 dokumentiert.

Bis 1800 war Marienfelde ein Ort mit weniger als 200 Bewohner_innen. Die städtische Entwicklung Marienfeldes begann um ca. 1875 mit der Eröffnung des Marienfelder Bahnhofs.

TSV Marienfelde 1890

Nur eine Ecke weiter befindet sich die Geschäftsstelle des Turn- und Sportvereines TSV Marienfelde 1890 im Haus Alt-Marienfelde 36, einer ehemaligen Feuerwache, die seit 1986 nicht mehr als solche genutzt wird.

Mit seinen ca. 1100 Mitgliedern, davon knapp 700 Kindern und Jugendlichen, bietet der TSV Marienfelde 1890 eine große Bandbreite an Sportarten an.