Drucksache - 1243/XX  

 
 
Betreff: Plastikfrei im Bezirk, saubere Meere beginnen in Berlin
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Die Fraktion GRÜNEFrakt. GRÜNE, SPD
Verfasser:Frau Höppner, MarijkePenk, Rainer
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
19.06.2019 
32. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
SPD_Ersatzantrag_Drs_Nr_1243_XX
Austauschseite

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt darzustellen, inwiefern innerhalb der Verwaltung bereits konkret auf die Vermeidung von Plastikverpackungen und nicht recyceltem Plastik hingewirkt wird (beispielsweise im Rahmen der Materialbeschaffung), welche Maßnahmen ggf. in Planung sind und inwiefern zusätzliche personelle Kapazitäten notwendig wären, um dem politischen Ersuchen nach einer deutlichen Reduktion der Plastiknutzung nachkommen zu können.

 

Auch zum Zwecke der Vermeidung unnötigen Ressourcenverbrauchs soll das Bezirksamt mit übergeordneten Behörden und einschlägigen Initiativen (z.B. „Alles im Fluss“, „Friedenau Plastikfrei“) in Kontakt treten, um bisherige sowie künftig geplante Informationskampagnen zum Thema der Plastikvermeidung zu koordinieren und Dopplungen zu vermeiden.

 

Ziel ist, sofern noch nicht geschehen, dass entsprechende sachdienliche Hinweise den Bürger*innen des Bezirks sowie den bezirklichen Gewerbetreibenden an geeigneter Stelle ressourcenschonend zugänglich gemacht werden.

 

Über die unternommenen Schritte und etwaige Maßnahmenvorschläge ist der BVV bis zum 31.10.2019 zu berichten.“


Begründung:
 

Die enormen Gefahren von Plastikmüll insbesondere für die Weltmeere sind inzwischen weithin bekannt. Fünf bis zwölf Millionen Tonnen Plastikmüll werden jährlich auf unserem Planeten in den Ozean vom Festland aus eingetragen. Jede*r Deutsche produziert rund 37 kg Plastikmüll im Jahr, zwischen 2005 und 2015 ist die Menge um 29 Prozent gestiegen. Ein nicht unerheblicher Teil davon landet in der Natur, insbesondere in den Gewässern. Auf die Lebenswelt in allen Gewässern hat die Plastikflut erhebliche negative Auswirkungen.
Zwar sind die Beiträge, die ein Bezirk zur Eindämmung der Plastikflut leisten kann, bescheiden, sie sollten in ihrem öffentlichen Wirkungspotenzial jedoch nicht unterschätzt werden.

 

 
 

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