Drucksache - 1107/XX  

 
 
Betreff: Gertrud-Kolmar-Bibliothek an neuem Standort neu entwickeln
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Frakt. GRÜNE, SPDFrakt. GRÜNE, SPD, LINKE
Verfasser:1. Frau Kiderlen, Elisabeth
2. Herr von Boxberg, Bertram
3. Frau Dönertas, Nihan
Penk, Rainer
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
10.04.2019 
30. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
AUSTAUSCHSEITE

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung begrüßt die Möglichkeit, in der Bülowstraße 90 Räume für einen neuen Standort der Stadtteilbibliothek Schöneberg-Nord, die Gertrud-Kolmar-Bibliothek, anzumieten. 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass eine Anmietung der entsprechenden Räume (etwa 600 m²) durch den Bezirk möglich wird. Die Räume sollten zumindest teilweise vom Straßenraum aus zugänglich sein.  

 

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt des Weiteren, eine Konzeption für eine Neuaufstellung der Gertrud-Kolmar-Bibliothek für einen Standort Bülowstraße 90 zu entwickeln. Grundlage hierfür sollte die Schrift „Perspektive für die Gertrud-Kolmar-Bibliothek“ der Fachabteilung Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg aus dem Jahre 2018 sein. Die Ausrichtung der neuen Stadtteilbibliothek soll nachbarschaftliches Miteinander, Integration und Inklusion im Gebiet befördern. Damit soll auch eine Förderung durch das Programm BIST (Bibliotheken im Stadtteil) möglich gemacht werden. 

 

Bei der Entwicklung der Neuaufstellung der Bibliothek sollen die sozialen Akteure vor Ort, insbesondere das QM Schöneberger Norden, eingebunden werden. 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt ferner, einen einfachen Kostenhorizont für Umzug, Personalausstattung und Renovierung/Anschaffungen und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für den Betrieb dem Hauptausschuss zeitnah aber spätestens bis nach der Sommerpause vorzulegen.

 

Begründung:

 

Für den Schöneberger Norden mit seiner angespannten sozialen Situation ist eine Stadtteilbibliothek unverzichtbar. Das ist eine der wichtigen Erkenntnisse des Papiers „Perspektiven für die Gertrud-Kolmar-Bibliothek“, die der Fachbereich Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg 2018 vorgelegt hat.

 

Ebenso unstrittig ist es, dass an die Planung einer Stadtteilbibliothek in einem Gebiet wie dem Schöneberger Norden vollkommen neu herangegangen werden muss. Der Fokus muss auf den spezifischen Nutzer*innenbedürfnissen der Menschen und Akteur*innen des Kiezes liegen. Dafür eignet sich der jetzige Standort der Gertrud-Kolmar-Bibliothek im 1. OG der Sophie-Scholl-Schule nicht.

 

Die Bülowstraße 90 befindet sich in der Gebietskulisse des Quartiersmanagements Schöneberger Norden, wodurch eine EU-Förderung (noch) möglich wäre. Außerdem könnte eine neu aufgestellte Stadtteilbibliothek einiges von dem übernehmen, was das QM, das bis Ende 2020 auslaufen wird, heute für das Gebiet leistet.

 

Dass in dem Gebäude Bülowstraße 90 der S. Fischer Verlag von 1897 bis 1936 residierte, prädestiniert diese Adresse als Standort für eine Bibliothek in ganz besonderer Weise.

 

 
 

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