
Die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf beschreibt in einer dort erscheinenen Schriftenreihe Gesundheitsberichterstattung wie folgt:
"Gesundheitsberichterstattung ist Lagebeschreibung und Ermittlung von vordringlichen Handlungsbedarfen im Hinblick auf die gesundheitliche Lage und Versorgung von Bevölkerung"
Kommunale Gesundheitsberichterstattung ist auf jeden Fall keine Leistungsstatistik, auch kein Bericht des Gesundheitsamtes, sondern kommunale Berichterstattung über die gesundheitliche Versorgung im Bezirk, über Defizite in bestimmten Bereichen unter Berücksichtigung der kommunalen Besonderheiten und/oder Problemlagen.
Eine fundierte Gesundheitsberichterstattung beschäftigt sich mit den vielfältigen Einflußfaktoren auf Gesundheit bzw. auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Zusätzlich zu den traditionellen gesundheitlichen und medizinischen Indikatoren müssen auch Faktoren wie Umweltbedingungen, bauliche Gegebenheiten und insbesondere die soziale Lage in der Kommune und/oder in Teilen der Kommune berücksichtigt werden.
In Zeiten knapper Kassen soll Gesundheitsberichterstattung zusätzlich verläßliche Orientierungsdaten über die vordringlichen Gesundheitsprobleme der Bevölkerung liefern.
Kurz, die gesellschaftlich Verantwortlichen sollen über den Gesundheitszustand der Bevölkerung informiert werden.
Gesundheitsberichterstattung endet jedoch nicht bei der Aufdeckung von Problemlagen, sondern sollte auch Handlungsmöglichkeiten zur Änderung und Verbesserung der gesundheitlichen Lage im Bezirk aufzeigen. Gesundheitsberichterstattung bildet somit die Grundlage für Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung im Bezirk.
Eine Form von Gesundheitsberichterstattung ist der sogenannte Spezialbericht. Der Spezialbericht beschreibt und bewertet zielgruppenspezifisch die gesundheitliche Lage von bestimmten Bevölkerungsgruppen.

ausgewählter Sozial- und Gesundheitsdaten
des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Dezember 2011
Über diesen Link kommen Sie zu verschiedenen Berichten aus den Schuleingangsuntersuchungen (Einschulungsuntersuchungen ESU) der letzten Jahre. Die Auswertungen und Berichterstellungen erfolgten durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. mehr »
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