Direkt zum Inhalt der Seite springen

„Strom gespart – Fußball gekauft“

Neues Projekt hilft einkommensschwachen Haushalten mit Energiesparlampen

Seit April 2009 haben in Tempelhof-Schöneberg 14 Stromsparhelfer/innen ihre Arbeit aufgenommen, um einkommensschwache Haushalte zu beraten, wie man zuhause Strom sparen und dabei bares Geld gewinnen kann.

Die Strompreise sind in den letzten fünf Jahren bundesweit um mehr als 20% gestiegen, die Regelsätze für Transferleistungsempfänger/innen sind jedoch nicht entsprechend mitgewachsen. Vom derzeitigen monatlichen Regelsatz für einen Haushaltsvorstand von 351,- Euro entfallen 6,3% (22,11 Euro) auf den Anteil für Energiekosten.
In Tempelhof-Schöneberg beziehen 27.000 Bedarfsgemeinschaften Leistungen des Job-Centers und ca. 12.000 weitere Bedarfsgemeinschaften erhalten Grundsicherung, Wohngeld oder Hilfe zum Lebensunterhalt.

An diese rund 39.000 Haushalte richtet sich das neue Beratungsangebot „Stromspar-Check“, das der Caritasverband Berlin gemeinsam mit dem Bezirksamt, dem JobCenter Tempelhof-Schöneberg und der Berliner Energieagentur umsetzt.

Die 14 Energieberater/innen besuchen interessierte Haushalte an zwei Terminen. Beim ersten Treffen erfolgen eine Bestandaufnahme und eine Verbrauchseinschätzung; zum zweiten Termin bringen die Berater/innen einen Koffer voll mit kostenlosen Geräten zum Energiesparen mit. Energiesparlampen, abschaltbare Steckdosenleisten, Zeitschaltuhren, Wasserperlatoren, Duschköpfe und andere nützliche „Helfer“ werden dann gleich vor Ort installiert. Außerdem erhalten die Kundinnen und Kunden eine Berechnung, die das mögliche Einsparpotential ihres Haushalts konkret benennt. Die Energieberater/ innen geben zusätzlich Tipps zum Energiesparen im Alltag und zur Verbrauchskontrolle.

v.l.n.r.: Rolf Göpel (Caritasverband für das Erzbistum Berlin, Dr. Sibyll Klotz (Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales), Ronald Zausch (JobCenter Tempelhof-Schöneberg) und Kerstin Kallmann (Berliner Energieagentur)
v.l.n.r.: Rolf Göpel (Caritasverband für das Erzbistum Berlin, Dr. Sibyll Klotz (Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales), Ronald Zausch (JobCenter Tempelhof-Schöneberg) und Kerstin Kallmann (Berliner Energieagentur)

Die Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales, Dr. Sibyll Klotz, ist vom Einsatz der Energiesparhelfer/innen in Tempelhof-Schöneberg überzeugt:

„Ich finde das Projekt besonders wichtig und unterstützenswert. Es bietet für alle Beteiligten nur Vorteile: die beteiligten Haushalte können einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten und sie sparen Geld, das für andere Ausgaben zur Verfügung steht.
Als Energieberater/innen wurden Langzeitarbeitslose intensiv geschult und für den Einsatz in den Haushalten vorbereitet. Sie arbeiten mit einem ‘richtigen’ Arbeitsvertrag und haben durch die Qualifikation bessere Chancen am ersten Arbeitsmarkt. Ich persönlich habe sie als hoch motivierte Multiplikatoren kennen gelernt, die auch im privaten Umfeld die Energiesparidee aktiv bewerben.
Und schließlich eröffnen sich auch für uns als Kommune ganz neue Perspektiven wie wir künftig durch einen bewussteren Umgang mit Ressourcen neue Einsparpotentiale beispielsweise im Bereich der Heizkostenzuschüsse erschließen können.“


Das Projekt „Stromspar-Check“ wird vom Bundesumweltministerium unterstützt und soll in Tempelhof-Schöneberg zunächst bis Januar 2010 laufen.

Einkommensschwache Haushalte können sich für eine Energiespar-Beratung unter: Tel. (030) 66633 595 oder per E-Mail: stromspar-temp.caritas@gmx.de anmelden.

Kontakt

Tel. (030) 66633 595

E-Mail