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Der am 14. März 1879 in Ulm geborene, in München und Zürich aufgewachsene Fabrikantensohn schaffte erst nach schulischen und beruflichen Umwegen seinen Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn.
In seinem „Wunderjahr“ 1905 schreibt er drei bedeutende Aufsätze zur Moleküldimension, zur Quantentheorie und zur Elektrodynamik. Im selben Jahr stellt er seine Spezielle Relativitätstheorie auf, die er 1916 zur Allgemeinen Relativitätstheorie erweitert. Einstein: „Ich saß im Berner Patentamt in einem Sessel, als mir plötzlich der Gedanke kam: Wenn sich ein Mensch im freien Fall befindet, wird er seine eigene Schwere nicht empfinden können. Mir ging ein Licht auf.“
Mit „Neugier, Besessenheit und sturer Ausdauer“ hat Albert Einstein sein wissenschaftliches Talent erklärt – weniger mit einer außerordentlichen Begabung – und mit einer gehörigen Portion Naivität, um „mich über Raum und Zeit zu wundern“.
Ab Oktober 1917 ist der inzwischen international umworbene Professor ohne Lehrverpflichtung auch Direktor des Kaiser-Wilhelm- Instituts für Physik. Doch weil das Institut keine Gebäude hat, residiert es faktisch in Einsteins Arbeitszimmer, seinem „Turm“, einer Mansarde oberhalb seiner großbürgerlichen Achtzimmerwohnung in der Haberlandstraße 5 in Berlin-Schöneberg. Das Haus , in dem bei den Einsteins von Max Liebermann bis Charlie Chaplin die Prominenz jener Jahre verkehrte, ist im Krieg völlig zerstört worden. Wo heute die Nummer 5 auf dem Wegschild steht, gähnt eine Baulücke: ein Parkplatz. Einzig im Vorgarten gegenüber erinnert eine Steintafel an den historischen Ort. Doch nun erinnert die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg daran, dass Albert Einstein lange Jahre in Schöneberg gelebt hat, indem sie die VHS Tempelhof-Schöneberg nach dem berühmten Wissenschaftler benannte.
Es gibt Führungen durchs Bayerische Viertel unter dem Motto „Albert Einstein: Der Schöneberger Weltbürger“. Nähere Information erhalten Sie bei der Albert-Einstein-VHS.
Als Einstein, der bis an die Grenzen von Raum und Zeit zu denken verstand, am 18. April 1955 in Princeton starb, war es ihm nicht gelungen, seinen lebenslangen Traum von der Vereinigung aller physikalischen Theorien in einer „Weltformel“ zu verwirklichen.
Dennoch gilt bis heute das von seinem Forscherkollegen Niels Bohr geäußerte Urteil: „Durch Albert Einsteins Werk hat sich der Horizont der Menschheit unendlich erweitert, und gleichzeitig hat unser Bild vom Universum eine Geschlossenheit und Harmonie erreicht, von der man bisher nur träumen konnte.“

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