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Lottomittel für den Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber in Aussicht gestellt!

Vier Menschen sitzen im Freien auf Stühlen.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (3. v. l.) beim Besuch am Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber
Pressemitteilung Nr. 336 vom 24.09.2021

Am 21. September 2021 hat Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises am „Lern- und Gedenkortes Annedore und Julius Leber“ in der Torgauer Straße 24-25 in Schöneberg besucht.

Der Arbeitskreis hatte gute Nachrichten zu verkünden. Der Lottoausschuss hat für die Herrichtung des Lernortes 350.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn auch vorbehaltlich der Erfüllung kleinerer Auflagen. Hierzu gehört die Prüfung der Realisierbarkeit des Vorhabens durch die Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen sowie die Erteilung einer Baugenehmigung durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Die Planungskosten werden in jedem Falle übernommen, sodass mit der Beauftragung von Architekt_innen und den Vorbereitungen für den Start begonnen werden kann.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Ich freue mich sehr, dass mit der in Aussichtstellung der Lottomittel eine weitere große Hürde zum Aufbau des Lern- und Gedenkortes Annedore und Julius Leber genommen wurde. Das ehrenamtliche Engagement der Anwohnenden für den Aufbau dieses Lern- und Gedenkortes ist außerordentlich. Ich erinnere mich gut an den langen Weg, den der Arbeitskreis gehen musste, um einen Pachtvertrag zu bekommen. Hier wurde Politik richtig wachgerüttelt, dass muss man schon so sagen. Ich erlebe die beständige Arbeit des Arbeitskreises von Anbeginn an und glaube fest an die Verwirklichung dieses besonderen Lern- und Gedenkortes. Es wird ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens.

Anwohnende setzen sich bereits seit 9 Jahren für den Erhalt des Hauses auf dem Gelände der ehemaligen Kohlehandlung von Annedore und Julius Leber ein. Schon jetzt wird auf dem Gelände auf Tafeln die Geschichte der Widerstandkämpfenden dokumentiert.

2020 ist eine Dokumentation mit dem Titel „Treffpunkt Kohlenhandlung:
Ein Lern- und Gedenkort für Annedore und Julius Leber“ erschienen, der ausführlich die Zeit des Widerstands, aber auch das politische Engagement von Annedore Leber nach der Ermordung ihres Mannes durch die Nationalsozialisten und später in der Bundesrepublik dokumentiert. Zudem wird die Schaffung des Lern- und Gedenkortes ausführlich beschrieben.
Herausgebende sind der Arbeitskreis, der Stadtteilverein Schöneberg e.V. und die Berliner Geschichtswerkstatt e.V..

Weitere Informationen zum Lern- und Gedenkort Julius und Annedore Leber