Lesen bildet und baut Vorurteile ab

Vier Menschen stehen vor drei Tischen mit Büchern
Von rechts nach links: Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt, Stephanie Wolfram, Regenbogenfamilienzentrums Berlin, Jörg Steinert, Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg, und Britta Wildemann, Koordinatorin Bestandsaufbau, eröffnen die Sonderpräsentation mit queeren Medien.
Pressemitteilung Nr. 224 vom 21.07.2020

Stadtbibliothek eröffnet Sonderpräsentation und setzt damit BVV-Antrag um

Zum Beginn der CSD-Woche eröffneten Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt, Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg, Stephanie Wolfram, Leiterin des Regenbogenfamilienzentrums Berlin sowie Britta Wildemann, Koordinatorin Bestandsaufbau der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg eine Sonderpräsentation mit queeren Medien.

Bildvergrößerung: Einem Kind wird ein Bilderbuch vorgelesen
Die queeren Medien finden sofort eine interessierte Leserschaft

In der Bezirkszentralbibliothek in der Götzstraße 8 in Tempelhof, in der Mittelpunktbibliothek in der Hauptstraße 40 in Schöneberg sowie in der Stadtteilbibliothek Marienfelde in der Marienfelder Allee 107 sind vom 20. Juli 2020 an 14 Tage lang zahlreiche Bücher, Filme und Broschüren zu queeren Lebensweisen sowie Kinder- und Jugendliteratur, die die Selbstfindung von jungen Menschen erleichtern und stereotype Vorstellungen von Geschlecht, Rollen und Beziehungen hinterfragen soll, an exponierter Stelle und liebevoll dekoriert zu finden.

Die Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg verfügt bereits über einen nennenswerten Bestand an entsprechender Literatur, weitere Medien wurden auf der Grundlage einer vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V. (LSVD) erarbeiteten Literaturempfehlungsliste angeschafft. LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert hob im Rahmen der Eröffnung hervor, wie gut die Zusammenarbeit mit dem Bezirk samt Tempelhof-Schöneberg funktioniere und freute sich über das Angebot, die Kooperation mit der Stadtbibliothek künftig noch weiter zu intensivieren.

Matthias Steuckardt, Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur und Soziales:

Ich danke den Mitarbeiter_innen der Stadtbibliothek, die nicht nur die empfohlenen Medien zeitnah beschafft, sondern auch die liebevoll hergerichtete Sonderpräsentation in den drei Standorten ermöglicht haben. Man merkt, dass es ihnen ein Herzensanliegen ist, ein sichtbares Zeichen gegen Homophobie und Ausgrenzung zu setzen, alle Interessierten sind dazu eingeladen, sich vor Ort selbst davon zu überzeugen und die präsentierten Medien auszuleihen. Unser größter Erfolg wäre es, wenn nach den 14 Tagen alles vergriffen wäre.

Die Idee dieser thematischen Sonderpräsentation geht auf einen Antrag der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zurück, den Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt seinerzeit noch als Fraktionsvorsitzender selbst mit eingebracht hat. Der eigentliche Ideengeber war allerdings der Bezirksverordnete Patrick Liesener, dem es ein Anliegen war, sich im Rahmen der Eröffnung von der erfolgreichen Umsetzung seiner Anregung selbst zu überzeugen.