„Stolpersteine – Gedenken und Soziale Skulptur“ - Ausstellung in der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg

Stolperstein-Ausstellung in der Volkshochschule
Bild: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
Pressemitteilung Nr. 300 vom 26.06.2018

Seit über 20 Jahren sind die Stolpersteine im Berliner Stadtbild verankert. Die Ausstellung, entwickelt von der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin, nimmt dies zum Anlass, die häufig nicht bekannten Grundlagen und vielfältigen Facetten dieses europäischen Kunst- und Erinnerungsprojekts vorzustellen. Die am Entstehungsprozess Beteiligten werden genauso wie die späteren Passanten als Teil dieser Sozialen Skulptur betrachtet.
Mit einer Ausstellung machen die VHS Tempelhof-Schöneberg und das Amt für Weitbildung und Kultur jetzt auf das Stolperstein-Projekt aufmerksam.

Haus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, Galerie 1. Obergeschoss,
Barbarossaplatz 5, 10781 Berlin,
Dauer der Ausstellung: 22.06. – 31.08.2018, Eintritt frei,
Öffnungszeiten: montags bis freitags 8:00 – 21:00 Uhr (in den Ferien: 9:00-16:00 Uhr)

Initiiert wurde das Projekt Anfang der 1990er-Jahre von Gunter Demnig. Es erinnert an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Stolpersteine werden für Juden, Sinti und Roma, Menschen aus dem politischen oder religiös motivierten Widerstand, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Opfer der „Euthanasie”-Morde und für Menschen, die als vermeintlich „Asoziale” verfolgt wurden, verlegt. Die Betonquader mit einer Kantenlänge von 10 cm werden in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen.

Bei einem Besuch der VHS Tempelhof-Schöneberg lassen sich in unmittelbarer Nachbarschaft übrigens nicht nur zahlreiche Stolpersteine im Straßenbild finden, auch ein weiteres Erinnerungsprojekt kann besichtigt werden: die „Orte des Erinnerns“ im Bayerischen Viertel. Ähnlich wie die Stolpersteine erinnern Tafeln an Laternen an nationalsozialistische Gesetze und Verordnungen, die die systematische Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung von Minderheiten zum Ziel hatten.

Kontakt:
Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg
Uwe Krzewina
Tel. 90277-3518
E-Mail