Solidaritätsbesuch bei Yorai Feinberg - Antisemitismus hat in Tempelhof-Schöneberg keinen Platz

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (2. von rechts) und der Israelische Botschafter (rechts) bekunden dem jüdischen Restaurantbesitzer Yorai Feinberg ihre Solidarität
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (2. von rechts) und der Israelische Botschafter (rechts) bekunden dem jüdischen Restaurantbesitzer Yorai Feinberg ihre Solidarität
Bild: Botschaft des Staates Israel
Pressemitteilung Nr. 618 vom 21.12.2017

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hat heute gemeinsam mit dem Botschafter von Israel Jeremy Issacharoff einen Solidaritätsbesuch bei dem jüdischen Restaurantbesitzer Yorai Feinberg gemacht.

Am Dienstag, dem 19. Dezember 2017 wurde Yorai Feinberg vor seinem Restaurant eklatant antisemisch beleidigt und bedroht. Mit Aussagen wie “Was macht ihr eigentlich nach 1945 noch hier? Haben die Gaskammern nicht gereicht?” und dem Hinweis den Juden würde auch keine Staatsmacht helfen, bedrohte ein Mann Herrn Feinberg und seine Freundin. Geistesgegenwärtig filmte diese den Vorfall. Eine vorbeifahrende Polizeistreife nahm den Mann, der auch in ihrer Anwesenheit weiterhin aggressive Drohungen ausstieß, fest.

Nach offiziellen Angaben der Polizei wurden gegen den Mann Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Widerstands gegen Polizeibeamte aufgenommen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:
„Ich bin zutiefst über diese antisemitische und menschenverachtende Attacke entsetzt. Tempelhof-Schöneberg setzt sich mit vielen Erinnerungsprojekten seit Jahrzehnten in der Aussöhnungsarbeit zwischen Deutschen und Juden ein. Wir verurteilen diese Tat mit aller Vehemenz. Ewiggestrige und Volksverhetzer haben in unserer offenen und demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Ich fordere alle Menschen auf, schon den vermeintlich kleinen Diskriminierungen entgegenzutreten, denn auch diese vergiften unseren Alltag.“

Weitere Infos:
Büro der Bezirksbürgermeisterin
Tel. 030/90277 – 2301