3. Bürgerveranstaltung zur Nachverdichtung „Am Mühlenberg“

Pressemitteilung Nr. 583 vom 07.12.2017

Am 5. Dezember 2017 hat die dritte Bürgerveranstaltung zum Quartier „Am Mühlenberg“ im Rathaus Schöneberg stattgefunden. Die Siedlung „Am Mühlenberg“ bietet die Chance auf Grundstücken der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag und des Bezirks mit einer behutsamen Nachverdichtung bezahlbaren neuen Wohnraum zu schaffen. „Am Mühlenberg“ sollen 130 bis 150 Wohneinheiten entstehen. Solche landeseigenen Flächen sind im S-Bahn-Innenring von Berlin rar gesät.

Eingeladen waren alle Anwohner_innen, um über eine von drei städtebaulichen Varianten zu entscheiden, wie diese Nachverdichtung umgesetzt werden soll. Die Varianten unterschieden sich in der Anzahl und Höhe der Gebäude, sowie in ihrer Platzierung.

Nach einführenden Informationen durch das Stadtentwicklungsamt waren die Bürger_innen aufgerufen, sich in einem Workshopverfahren über die drei Varianten eingehend zu informieren. In drei verschiedenen Räumen wurden jeweils die Varianten anhand von Plänen und Modellen vorgestellt. Die Bürger_innen konnten von Raum zu Raum gehen, sich jeweils informieren und auf Stellwänden Karteikarten mit Anregungen, Ideen oder Kritiken beschriften. Diese wurden anschließend im Plenum ausgewertet und dargestellt. Alle diese Hinweise sind dokumentiert und werden im weiteren Planungsprozess Berücksichtigung finden.

Am Ende der Veranstaltung konnten die Bürger_innen mit elektronischen Zählgeräten über die drei vorgestellten Varianten abstimmen. Favorisiert wird eine Bebauung mit zwei 12geschossigen und einem 8geschossigen Gebäude. Mit 56,9 % fiel das Votum eindeutig aus. Damit wurde der Variante den Vorzug gegeben, die am stärksten auf die Höhe der Gebäude gesetzt und am meisten auf den Erhalt von Frei- und Grünflächen gesetzt hat. In dieser Variante ist auch die Verlagerung der vorhandenen sozialen Einrichtung in ein neuzubauendes Gebäude enthalten.

In der Veranstaltung wurde unter anderem sehr intensiv nach Verkehrslösungen insbesondere für den ruhenden Verkehr gefragt, der durch die zusätzliche Bebauung verschärft wird. Der für Stadtentwicklung und Bauen zuständige Stadtrat Jörn Oltmann dazu: „Ich sage hier ehrlich, dass es zu einer weiteren Verknappung von Stellplätzen kommen wird. Andererseits ist der Standort gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Gleichwohl brauchen wir in dem zu erarbeitenden Mobilitätskonzept Lösungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Diese könnten z. B. in einem stationären Carsharing und gesondert ausgewiesenen Stellplätzen bestehen.“

Zum weiteren Vorgehen sagt Bezirksstadtrat Jörn Oltmann: „Der favorisierte Entwurf wird nun Gegenstand des weiteren Bebauungsplanverfahrens, das im ersten Quartal des Jahres 2018 beginnen wird. In diesem Bebauungsplanverfahren wird das Mobilitätskonzept entwickelt und werden weitere notwendige Gutachten erstellt. Das Bebauungsplanverfahren wird in allen gesetzlich vorgeschriebenen Stufen durchlaufen. Die Öffentlichkeit wird also im weiteren Ablauf wieder beteiligt.“

Kontakt: Frau Rathke, Fachbereichsleiterin, Tel.: 030/90277-2485