Integration und Gewalt - Eine neue Gesamtgeschichte der nationalsozialistischen Sturmabteilungen (SA)

Pressemitteilung Nr. 395 vom 11.09.2017
Bildvergrößerung: Buchcover: Daniel Siemens, Stormtroopers
Bild: Daniel Siemens

Dienstag, 12. September um 19 Uhr im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Daniel Siemens

Die Geschichte des paramilitärischen Kampfbunds der SA, dessen Mitglieder maßgeblich am Aufstieg der NSDAP zur Massenpartei und an der gewaltsamen Etablierung der NS-Diktatur mitwirkten, ist gut erforscht – jedenfalls bis zu den Ereignissen vom Sommer 1934, als im sogenannten „Röhm-Putsch“ zahlreiche Führer der SA sowie Regimegegner ermordet wurden. Das neue Buch des Historikers Daniel Siemens erzählt von den schwierigen Anfangsjahren der SA und ihrem Aufstieg, analysiert aber erstmals auch die Bedeutung der SA im „Dritten Reich“. Entgegen der landläufigen Meinung war die SA nach 1934 keinesfalls machtlos, sondern gewann vor allem im Zuge der deutschen Expansionspolitik ab 1937 neue Bedeutung. Führer der SA waren auch am Holocaust in Südosteuropa unmittelbar beteiligt.

Literaturhinweis: Daniel Siemens, Stormtroopers: A New History of Hitler’s Brownshirts, London und New Haven: Yale University Press, 2017 (erscheint im Oktober).

Ort: Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin

Kontakt:
Museen Tempelhof-Schöneberg, Brigitte Garde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. (030) 90277-6227/-6163, E-Mail