„Liebe verdient Respekt!“ - Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Bildmitte, helle Jacke) bei der Kundgebung am U-Bahnhof Wittenbergplatz
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Bildmitte, helle Jacke) bei der Kundgebung am U-Bahnhof Wittenbergplatz
Pressemitteilung Nr. 209 vom 19.05.2017

„Liebe verdient Respekt!“ – so lautete das diesjährige Motto der Kundgebung am U-Bahnhof Wittenbergplatz, die vom LSVD Berlin-Brandenburg gemeinsam mit dem Bündnis gegen Homophobie, in dem sich neben dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zahlreiche Vereine, Organisationen, Firmen usw. engagieren, organisiert wurde.

Weltweit wird jährlich am 17. Mai der Tag gegen Homo- und Transfeindlichkeit (IDAHOT) begangen. Hintergrund ist die durch die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 1990 erfolgte Streichung von Homosexualität als psychische Krankheit.

Aber auch heute – 27 Jahre später – wird in zahlreichen Ländern Homosexualität nach wie vor strafrechtlich verfolgt. In acht Ländern wird gleichgeschlechtliche Liebe sogar mit dem Tod bestraft. Aber auch unabhängig von der Strafverfolgung werden homosexuelle, bisexuelle, transidente bzw. transsexuelle und intergeschlechtliche Menschen gesellschaftlich nicht überall anerkannt und akzeptiert. Das Spektrum der Anfeindungen reicht von Beleidigung über sexuelle Belästigung bis hin zu schwerer Körperverletzung, manchmal leider auch bis zum Tod. Die Ermordung eines homosexuellen Mannes in Berlin liegt erst wenige Tage zurück.

Unterstützt wurde die Veranstaltung gegen die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen unter anderem von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sowie der Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Eren Ünsal.

„Der Diskriminierung im Alltag – am Stammtisch, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie – muss jeden Tag neu entgegen gewirkt werden. Dafür alle Menschen in der Gesellschaft zu sensibilisieren und dies als gemeinschaftliche Aufgabe anzusehen, setze ich mich ganz aktiv im Bezirk ein. Es gibt noch viel zu tun, aber wir dürfen dabei auch nicht vergessen, was wir schon alles erreicht haben“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Kontakt: Büro der Bezirksbürgermeisterin, Tel.: 90277 2301