Bundesweit einmaliges Deutschkurs-Angebot in Tempelhof Schöneberg für homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete

V.l.n.r.: Christa Arnet, Kuratorium LSVD Berlin-Brandenburg, Milena Jochwed, Leiterin des Projektes SUPPORT, Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, - Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Stefano Weidner vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Maksim Aizikovitch, Geschäftsführer von Space Shack, Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg
V.l.n.r.: Christa Arnet, Kuratorium LSVD Berlin-Brandenburg, Milena Jochwed, Leiterin des Projektes SUPPORT, Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, - Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Stefano Weidner vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Maksim Aizikovitch, Geschäftsführer von Space Shack, Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg
Pressemitteilung Nr. 038 vom 31.01.2017

Mit der Deutsch-Akademie des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) ist in Schöneberg im Januar ein bislang einmaliges Projekt gestartet.
Unter dem Projektnamen „Support“ wird homo- und transsexuellen Asylsuchenden hier die Chance geboten, in einem geschützten Raum die Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu erlernen, mit dem Ziel einen Abschluss der Kategorie A1 zu erreichen.

Homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete sehen sich neben allgemeinen fluchtbedingten und asylrechtlichen Herausforderungen immer wieder auch homo- und transphoben Anfeindungen durch andere Geflüchtete, Sicherheitspersonal und Sprachmittler_innen ausgesetzt. Daher entwickelte der LSVD in den vergangenen 1,5 Jahren für diese Gruppe von Geflüchteten besondere Angebote, damit diese sicher wohnen, die deutsche Sprache in einer respektvollen Atmosphäre erlernen, ihre asylrechtlichen Möglichkeiten wahrnehmen und sich durch Teilhabe in die Gesellschaft integrieren können.
Die Deutsch-Akademie – das neueste dieser Angebote – wird vom Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert. Den zweckmäßigen Einsatz der Mittel kontrolliert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Weitere Unterstützung erhält der LSVD vom Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie durch Spenden.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:
„Ich freue mich, dass dieses Projekt in Tempelhof-Schöneberg zustande gekommen ist. Hier können die besonders schutzbedürftigen Betroffenen nicht nur ungestört von Ressentiments die deutsche Sprache erlernen, sondern sich auch gegenseitig austauschen ohne ihre sexuelle Identität verbergen zu müssen. Das ist ein großer Schritt in Richtung Integration. Der LSVD hat hier wieder einmal ein vorbildliches Projekt auf den Weg gebracht.“

Kontakt: Büro der Bezirksbürgermeisterin, Tel. 90277 2301