Erster Berliner Bezirk veröffentlicht Kurzprofile der Bezirksregionen

Pressemitteilung Nr. 031 vom 28.01.2016

Die Koordinierungsstelle für lokales Planen und Handeln (OE SPK) des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg hat Kurzprofile für die sieben Bezirksregionen veröffentlicht. Die Kurzprofile wurden durch die Datenkoordination als Informationsgrundlage für Bürger_innen, Verwaltungsmitarbeiter_innen, Akteur_innen und Politik erarbeitet.
Tempelhof-Schöneberg ist der erste Bezirk, in dem die Kurzprofile für alle Bezirksregionen fertig gestellt und veröffentlicht wurden. Sie werden jährlich fortgeschrieben, eine Aktualisierung ist für Mitte 2016 geplant, wenn neue Daten zu Einwohner_innen und die Ergebnisse des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015 vorliegen.

Die Kurzprofile geben auf jeweils vier Seiten anhand von Kartenausschnitten und ausgewählten Daten einen Überblick über die Bezirksregionen, ihren Ist-Zustand und ihre Entwicklung. In Übersichtstabellen werden die Altersstruktur, die Zusammensetzung der Einwohnenden, die Entwicklung der Einwohner_innenzahl und die Wohndauer abgebildet. Die abgebildeten Sozialdaten ermöglichen den Vergleich der sozialen Lage in den Bezirksregionen im bezirklichen und gesamtstädtischen Kontext.

Die Kurzprofile und ein Informationsblatt, in dem die wesentlichen Informationen zu den Datenauswertungen und Datenquellen zusammengefasst sind, stehen hier auf der Internetseite des Bezirks im Abschnitt Zahlen und Fakten als Download bereit. Eine Mappe mit dem Informationsblatt und den Kurzprofilen in Papierform ist in der Pressestelle des Bezirks erhältlich (aufgrund der kleinen Auflage nur begrenzt möglich).

In einer berlinweiten Arbeitsgruppe der Datenkoordinator_innen wurde das Konzept der Kurzprofile erarbeitet. Die Datenkoordination Tempelhof-Schöneberg hat den Prozess maßgeblich beeinflusst.

Hintergrundinformationen
Bezirksregionen (BZR) sind eine Gliederungsebene innerhalb der Lebensweltlich orientierten Räume (LOR). Diese wurden 2006 gemeinsam zwischen den planenden Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg auf der Grundlage der von der Jugendhilfe bereits definierten Sozialräume einheitlich abgestimmt. Die LOR sind am 1. August 2006 per Senatsbeschluss als neue räumliche Grundlage für Planung, Prognose und Beobachtung demografischer und sozialer Entwicklungen in Berlin festgelegt worden.
Die LOR untergliedern die Bezirke in Prognoseräume, Bezirksregionen und Planungsräume. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg besteht die Besonderheit, dass Prognoseräume und Bezirksregionen deckungsgleich sind. Die sieben Prognoseräume/Bezirks-regionen von Tempelhof-Schöneberg

  • Schöneberg-Nord
  • Schöneberg-Süd
  • Friedenau
  • Tempelhof
  • Mariendorf
  • Marienfelde
  • Lichtenrade

sind insgesamt in 34 Planungsräume unterteilt. Auch wenn zum Teil Ortsteile und Bezirksregionen deckungsgleich sind (z.B. Lichtenrade), unterscheiden sich die Raumzuschnitte der Bezirksregionen grundsätzlich von den Ortsteilen. Weiterführende Informationen zu den Lebensweltlich orientierten Räumen finden sich hier auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Die Kernindikatoren für integrierte Stadtteilentwicklung und Bezirksregionenprofile sind ein berlinweit abgestimmtes Indikatorenset, mit dem im Rahmen der integrierten Stadtteilentwicklung die Vergleichbarkeit der Ist-Situation und der Entwicklung in den Bezirksregionen bezirksintern und bezirksübergreifend gewährleistet werden soll. Die Kernindikatoren bilden relevante sozialräumliche Tatbestände in der Bezirksregion ab unter den Leitthemen: Attraktivität als Wohnort, Ausgewogenheit der demografischen Struktur, Stabilität und Dynamik der Wohnbevölkerung, Beteiligung am Erwerbsleben und Armutsrisiken, Entwicklungsbedingungen und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie Indexbewertungen für die sozialräumliche Entwicklung gesamt.

Die Koordinierungsstelle für lokales Planen und Handeln (Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination | OE SPK) organisiert und koordiniert die ämterübergreifende Zusammenarbeit bei planerischen und umsetzungsbezogenen Verwaltungsaufgaben zur Entwicklung der Bezirksregionen unter Berücksichtigung der Gesamtinteressen des Bezirks. Sie organisiert und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und lokalen Akteur_innen im Hinblick auf die relevanten Themen in den Bezirksregionen. Die Koordinierungsstelle umfasst die drei zentralen Funktionsebenen: Bezirkskoordination, Datenkoordination und Stadtteilkoordination.

Ansprechpartnerin: Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz, Tel.-Nr.: 90277-8351