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"Wiederholte Schnaps-Abgabe an Minderjährige im Bezirk Tempelhof-Schöneberg – Kauf von „hartem Alkohol“ problemlos – 90 % Alkoholabgabe

Pressemitteilung Nr. 481 vom 22.12.2015

Letztes Jahr kündigte der zuständige Bezirksstadtrat des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, der Abteilung Jugend, Ordnung und Bürgerdienste Herr Oliver Schworck an, dass er auf Grund der erschreckenden Ergebnisse der letzten Testkäufe, weitere Alkoholtestkäufe mit eingesetzten Minderjährigen durchführen lassen will.

Dies setzte das Ordnungsamt erneut um und schickte im November dieses Jahres erneut minderjährige Alkohol-Testkäufer durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.
Im Bezirksteil Schöneberg-Nord versuchten die Jugendlichen Alkohol zu kaufen. In allen Fällen erhielten die Minderjährigen anstandslos die gewünschten hochprozentigen Getränke. Anlaufstellen der Minderjährigen waren erneut Einzelhandelsgeschäfte (sog. Spätis), Kioske und bekannte Großhandelsketten des Lebensmittelhandels.

Bei dieser nun jüngsten Kontrolle in diesem Jahr, mussten die Tester dabei mit 90 % erfolgter Schnaps-Verkäufe einen weiterhin deutlichen Negativtrend registrieren, zumal diesmal wiederholt Betriebe gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen haben, die durch das Ordnungsamt in der Vergangenheit mit Bußgeldern bereits bebußt worden sind. Nun bestätigt das Ordnungsamt erneut die völlig mangelhafte Einstellung der Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiter: “Leider endete diese Aktion unerwartet mit einem für uns ziemlich katastrophalen Ergebnis”, teilte Bezirksstadtrat Oliver Schworck mit.

„Wir müssen das als Auftrag nehmen, unsere Kontrollen und Testkäufe weiterhin zu verstärken, um die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen durch den offensichtlich nötigen Überwachungsdruck zu unterstützen.“

Einige der Ertappten reagierten erneut mit Gleichgültigkeit auf die Kontrollen und Feststellungen. „Manchen Einzelhändlern scheint es völlig egal, an wen sie die Spirituosen verkaufen. Bei einem Teil der Händler besteht in Sachen Jugendschutz offensichtlich keinerlei Unrechtsbewusstsein“, stellt Oliver Schworck fest.

Andere fanden Ausreden wie: „Ich kontrolliere eigentlich immer, nur heute nicht“, „Der Testkäufer sieht so groß aus, ich war der Meinung er sei bereits volljährig“.Es gab sogar Schuldzuweisungen an das Ordnungsamt.

In allen hier festgestellten Zuwiderhandlungen leitet das Ordnungsamt nicht nur gegen das Verkaufspersonal sondern auch gegen die Geschäftsleitungen oder die Inhaber ein so genanntes Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

„Für mich ist der Jugendschutz eine Haltungsfrage und kein Job. Keine Mutter und kein Vater möchte, dass das eigene Kind alkoholisiert oder gar betrunken nach Hause kommt“, so Bezirksstadtrat Oliver Schworck.

Ansprechpartner: Bezirksstadtrat Oliver Schworck, Tel.-Nr.: 90277-8701