Haushalts-Befragungen im Zusammenhang mit sozialen Erhaltungsverordnungen

Pressemitteilung vom 14.11.2014

Verdrängung durch bauliche Aufwertungsmaßnahmen in Schöneberger Wohngebieten verhindern. Der Bezirk erbittet die Unterstützung der BewohnerInnen der Schöneberger Insel.

Luxusmodernisierungen, Wohnungszusammenlegungen und Abriss von günstigem Wohnraum führen in attraktiven Berliner Innenstadtlagen aktuell immer häufiger zur Verdrängung der angestammten Bewohnerinnen und Bewohner. Sie verlassen ihren angestammten Wohnbezirk und ziehen in andere Wohnquartiere. Diese Verdrängung hat soziale aber auch städtebauliche Auswirkungen. So kommt es zu höheren Umweltbelastungen durch die Zunahme von Verkehr, weil z.B. weitere Wege zur Arbeit und Schule entstehen. Eine weitere Folge kann der Leerstand vorhandener Gemeinbedarfseinrichtungen wie z.B. Schulen sein, die dann an anderer Stelle neu gebaut werden müssen. Um diese städtebaulich problematischen und teuren Verdrängungsprozesse zu verhindern, können soziale Erhaltungsverordnungen, auch als Milieuschutzsatzungen bekannt, erlassen werden.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat bereits für 3 Gebiete Erhaltungsverordnungen erlassen. Für die Schöneberger Insel ist die Einleitung des Verfahrens zum Erlass einer sozialen Erhaltungsverordnung beschlossen worden. Dafür sind Haushalts-Befragungen notwendig. Sowohl die Wohn- und Lebensverhältnisse, aber auch die städtebaulichen Strukturen müssen erfasst werden.

Im November 2014 werden auf der Schöneberger Insel an jeden Haushalt Fragebögen und ein Anschreiben der Bezirksstadträtin Frau Dr. Klotz verteilt. Das Bezirksamt bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um eine starke Beteiligung an der Befragungs-Aktion, um eine möglichst umfassende Erhebung der Wohn- und Lebenssituationen zu ermöglichen. Die ausgefüllten Fragebögen können mit einem beigefügten Rückumschlag kostenfrei zurückgesandt oder im Rathaus Schöneberg abgegeben werden.

Mit der Erhebung und Auswertung der Daten hat das Bezirksamt das Büro TOPOS Stadtforschung beauftragt. Die Daten werden anonym ausgewertet und die Fragebögen nach Auswertung vernichtet. Da der ausgefüllte Fragebogen ohne Angabe des Namens oder der Adresse zurückgesendet wird, sind die Bestimmungen des Datenschutzes in vollem Umfang gewährleistet. So können keine Rückschlüsse auf einzelne Haushalte und Personen gezogen werden.

Kontakt:
Frau Franßen, Stadtplanung, Tel. 90277 2343 und
Herr Gude, Büro TOPOS Stadtforschung, Tel. 864 90 427