Am 29. April 2009 öffnete der Tempelhofer Hafen
nach knapp zweijähriger Bauzeit seine Pforten.
Der Tempelhofer Hafen bietet auf rund 35.000 Quadratmetern neben Einkaufmöglichkeiten zahlreiche Kultur- und Freizeitangebote. Es gibt Bekleidungs- (Mode- und Schuhläden), Elektronik- und Lebensmittelgeschäfte, eine Apotheke, eine Drogerie, ein Reformhaus, Fachgeschäfte für Uhren, Schmuck, Brillen, Schreibwaren, Geschenke, Einrichtungsgegenstände, Sportartikel, Blumen und Tabakwaren
sowie Dienstleistungsanbieter (Schneiderei, Reinigung, Schuhreparatur, Schlüsseldienst, Friseur, Reisebüro, Geldinstitut) und zahlreiche Gastronomiebetriebe.
Der denkmalgeschützte Speicher wird zukünftig ein medizinisches Zentrum mit vielen Praxen und eine Ballettschule beherbergen. Es wird ein Kinderspielland geben. Der Tempelhofer Hafen ist nicht nur ein Einkaufszentrum, sondern auch eine Begegnungsstätte mit Freizeit- und Erholungsangeboten.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird er von allen Seiten zugänglich sein. Insgesamt vier Gebäude werden das Hafenbecken umschließen. Herzstück des Ensembles ist das denkmalgeschützte Lagerhaus, das gemeinsam mit den historischen Krananlgen bereits vollständig und detailgetreu rekonstruiert wurde.Grünflächen am Hafenbecken, begehbare Molen und Stege sowie viele unterschiedliche Gastronomiebetriebe sollen für Ruhe und Erholung abseits der Hektik der Großstadt sorgen.
v.l.: Dieter Simon, Bezirksbürgermeister Band, Christian Diesen, Bezirksstadtrat Krömer
Der Tempelhofer Hafen, das neue Shopping- und Erlebniscenter im Süden Berlins, eröffnete mit über 500 neuen Arbeitsplätzen.
Auf Initiative von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band und der Wirtschaftsförderung des Bezirks haben zehn der neu ansässigen Unternehmen ihre freien Stellen mit Hilfe der Agentur für Arbeit und des JobCenters Tempelhof-Schöneberg ausgeschrieben und besetzt.
Mit dem bisherigen Ergebnis des Engagements der Wirtschaftsförderung, des Centermanagements, der Agentur für Arbeit und des JobCenters ist Bezirksbürgermeister Ekkehard Band sehr zufrieden:
„Bisher konnten 80 Arbeitsplätze mit Unterstützung des JobCenters Tempelhof-Schöneberg und der Agentur für Arbeit vermittelt werden, davon 2/3 mit Langzeitarbeitslosen – ein schöner Erfolg.
Ich bin sicher, dass mit dem Hafen aufgrund seiner Vielfalt von Geschäften, Aktivitäten und der attraktiven Wasserlage neue Impulse gesetzt werden und eine große Magnetwirkung entsteht, von der auch die alteingesessenen Läden am Tempelhofer Damm profitieren werden. Mit dem neuen Tempelhofer Hafen bekommt der Bezirk ein lang angestrebtes Einkaufsangebot, das die Kaufkraft in Tempelhof bindet und die Attraktivität dieses Geschäfts- und Wohnstandortes nachhaltig verbessern wird.“
"Nachdem Baugerüste gefallen sind, ist erkennbar, dass es gelungen ist, aus der vorgegebenen Situation mit unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden, Kaianlagen und einem Hafenbecken einen zeitgemäßen Stadtplatz mit hoher urbaner Aufenthaltsqualität zu schaffen", erklärte Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg.
"Ich setze darauf, dass auch die Einkaufsstraße Tempelhofer Damm vom neuen Anziehungspunkt profitiert und hier ein lebendiges, bezirkliches Zentrum mit Ausstrahlungskraft weit über die Grenzen von Tempelhof hinaus entsteht", so Bernd Krömer, Bezirksbaustadtrat von Tempelhof-Schöneberg.
Die "Alte Liebe Tempelhof" liegt als Veranstaltungs- und Restaurantschiff im Tempelhofer Hafen fest vor Anker.
Schiffsdaten:
- Länge: 67 Meter
- Breite: 8,2 Meter
- Tiefgang: 2,3 Meter
- Tragfähigkeit: 820 Tonnen
- Antriebsleistung: 309 kW.
Beim Anlegen des Teltowkanals wurde auch der Tempelhofer Hafen geplant und errichtet. Der Speicher am Tempelhofer Hafen wurde 1908 als eines der ersten Stahlbetongebäude Deutschlands erbaut.
Als Lebensmittellager wurde der Speicher des Hafens im Zweiten Weltkrieg genutzt und schwer beschädigt.
Dem Senat von Berlin-West diente das denkmalgeschützte Gebäude nach dem Wiederaufbau als Reservelager für die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner im Falle einer zweiten Blokade.
Der Tempelhofer Hafen verlor mit dem Fall der Mauer an Bedeutung, da die Senatsreserven aufgelöst wurden.
Teile des Hafensgeländes wurden von einem Schrotthändler genutzt, der seine Ware mit dem Schiff transportierte. Speditionsunternehmen mieteten einem Teil der Räume für die Lagerhaltung. Die Hafenanlage und die Gebäude verfielen.