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Verbesserter Kinderschutz in Tempelhof-Schöneberg durch Kooperation mit allen bezirklichen Kliniken

Am 5.7.2010 fand die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur vernetzten Fallarbeit im Kinderschutz statt.
Beteiligte Institutionen sind das St. Joseph-Krankenhaus, das Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH sowie die Abteilungen Jugend und Gesundheit des Bezirksamtes.

Jugendstadträtin Angelika Schöttler und Gesundheitsstadträtin Dr. Sibyll Klotz setzen auf eine enge frühzeitige Kooperation ihrer Fachdienste im Bereich Kinderschutz. Sie weisen auf die Besonderheit der umfassenden Kooperation hin, indem alle drei bezirksansässigen Krankenhäusern und Kliniken mit einbezogen wurden. Diese haben sich bereit erklärt, ihr Personal aus den unterschiedlichsten Abteilungen für den Kinderschutz zu sensibilisieren. Sie erklären ihre Bereitschaft zur frühzeitigen, engen Zusammenarbeit mit den Fachstellen des Bezirks, um den Kinderschutz in Tempelhof-Schöneberg gemeinsam zu gewährleisten.

Pressekonferenz Kinderschutz

Der staatliche Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gebietet hierbei ein teilweise sehr engmaschiges Netz aufzubauen, um bei dringenden Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung umgehend handeln zu können und unverzüglich notwendige Maßnahmen zur Prävention oder Gefahrenabwehr zu ergreifen.
Mit einer Kooperationsvereinbarung im Februar 2008 der Fachabteilungen Jugend und Gesundheit zum Kinderschutz wurde ein erster Schritt getan.
Dazu erklärte Gesundheitsstadträtin Dr. Sibyll Klotz:
„Die Erfahrungen waren sehr positiv, die Praxis der letzten zwei Jahre hat aber auch gezeigt, dass noch mehr Akteure mit ins Boot müssen. Ich bin froh, dass wir mit den beteiligten Kliniken eine verbindliche, vertraglich vereinbarte Kooperation erreicht haben, um zeitnah und flexibel reagieren und um ‚Hilfen wie aus einer Hand’ anbieten zu können.“

Was haben z.B. Notaufnahmen oder Internistische Abteilungen von Kliniken mit Kinderschutz zu tun? Dies fragt sich sicher nicht nur eine niedergelassene Kinderärztin aus unserem Bezirk.
Hilfebedürftige, kranke Patienten sind eben auch oftmals Eltern. Durch eine akute eigene persönliche Notlage/Krise, können ihre minderjährigen Kinder möglicherweise ebenfalls in eine akute Gefährdungssituation kommen. Die Kooperation zielt darauf ab, dieses bei einer medizinischen Versorgung eines Patienten mit im Blick zu haben, um dann schnellstmöglich mit unseren Diensten in Kontakt zu kommen, welche somit zeitnah adäquate Hilfen und Unterstützungsangebote geben können.

Jugendstadträtin Angelika Schöttler meinte dazu:
„In der Unterstützung von Familien sind wir heute ein großes Stück weiter gekommen. Ich freue mich sehr, dass unsere bezirklichen Krankenhäuser jetzt auch auf die Situation der Kinder ihrer Patienten achten. Krankheit von Eltern ist schon eine schwierige Situation für die Kinder. Es müssen nicht weitere Probleme und extreme Krisen entstehen. Schnelles Erkennen und kurzfristig Helfen bietet den Eltern und Kindern Schutz und verhindert Kindeswohlgefährdungen.“

Kontakt

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