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Suchtprävention

Suchtprävention ist ein wichtiger Teil der Drogenstrategie der Europäischen Union und des von Bund und Ländern gemeinsam getragenen Aktionsplans Drogen und Sucht. Sowohl im europäischen Kontext als auch auf der Bundesebene wird die Priorität der Suchtprävention betont. So die Einleitung zum Senatsbeschluss zur Suchtprävention (Leitlinien zur Suchtprävention im Land Berlin). Das Ziel der Suchtprävention besteht laut Beschluss darin, den schädlichen Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder Cannabis, aber auch exzessive Verhaltensweisen, z. B. beim Automaten- oder Computerspielen, zu verhindern oder zumindest deutlich zu reduzieren, um psychosoziale Problemen und Abhängigkeiten vorzubeugen. Aufgabe von Gesundheit 21 ist dabei gemäß §1(3) und §3 (3) des Gesundheitsdienstreformgesetz (GDG) als zentrale Anlaufstelle für alle, die sich mit Sucht- und Drogenproblemen im Bezirk befassen, für die Vernetzung aller Einrichtungen, und damit für die Koordinierung aller Projekte, in der Suchtprävention zu sorgen. Zusätzlich wurden die Leitsätze zur Suchtprävention in Steglitz-Zehlendorf formuliert, für dessen Umsetzung Gesundheit21 zuständig ist.

Anfang 2007 wurde in der Presse der tragische Tod eines Jungen namens Lukas gemeldet, der in Wannsee lebte, auf das Dreilinden Gymnasium ging und in Folge eines Wetttrinkens in einer Kneipe in Charlottenburg gestorben ist. details...(Externer Link)

Vor dem Hintergrund dieser Tragödie haben sich die drei Stadträtinnen Anke Otto, Barbara Loth und Cerstin Richter-Kotowski entschieden, einen Aktionsplan gegen den Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen zu entwerfen. Es entstand der 11-Punkte-Maßnahmekatalog, dessen Umsetzung Gesundheit 21 koordiniert.

Dokuberichtmassnkat110609

Dokumentation zum 11-Punkte-Massnahmen-Katalog Die Dokumentattion für die Jahre 2007 bis 2011 finden Sie hier. laden »

(Dokuberichtmassnkat110609, 783 KB)
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Folgende Projekte stehen 2011 im Rahmen des Katalogs auf unserer Agenda:

  • Fit für die Straße? No drinks - no drugs – no problem
  • Mitmachaktion „Nüchtern betrachtet“(Externer Link)
  • No sprits for kids(Externer Link)
  • systematische Jugendschutzkontrollen
  • „Runde Tische" beteiligen, Präventionsbeirat informieren
  • Aktionswoche Alkoholprävention
  • Zusammenarbeit mit Sportvereinen zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen, in Verbindung mit der Bundekampagne "Kinder stark machen". Siehe Flyer Suchtvorbeugung Sport und Alkohol.
  • Konzept für Ausstellungen und Parcours zum Thema Alkohol
  • Elternschulungen "Hilfe, mein Kind pubertiert"
  • Infoveranstaltungen an Schulen zur Alkohol- und Suchtprävention
  • Fachtag in Steglitz-Zehlendorf zum Bundesmodellprojekt „HaLT – Hart am Limit“(Externer Link)
  • Peereducation
  • Konzept zur Alkoholprävention "Lieber schlau als blau"hier(Externer Link)
  • Move-Motivierende Kurzintervention bei drogenkonsumierenden Jugendlichenhier(Externer Link)


Einen detaillierten Stand der bisherigen Umsetzung finden Sie hier.
Termine und weitere Einzelheiten finden Sie unter Aktuelles.
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Schulische Suchtprävention

Im Rahmen der Suchtprävention stellt der Settingsansatz(Externer Link) einen zentralen Präventionsansatz in der Gesundheitsförderung dar. Bezogen auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, die für uns eine vorrangige Zielgruppe darstellt, nimmt das Setting Schule eine hervorragende Stellung ein.

In den letzten Jahren haben sich vor allem zwei Tendenzen abgezeichnet:
Zum Einen lässt sich weiterhin eine hohe Probier- und Risikobereitschaft der Jugendlichen in Bezug auf legale und illegale Suchtstoffe feststellen. Das Phänomen des Mischkonsums, also der zeitnahen Einnahme verschiedener Substanzen, muss dabei aus fachlicher Sicht zunehmende Beachtung finden, da hier große Wissenslücken bei den Jugendlichen vorhanden sind, die in der Folge zu erhebliche Risiken führen können.
Die zweite Tendenz wird in einer Zuspitzung problematischer Konsummuster bei bestimmten Hochrisiko-Gruppen sichtbar; insbesondere auf den exzessiven Konsum von Alkohol bezogen.

Die Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit 21 bietet vor dem Hintergrund der hier skizzierten Entwicklung verschiedene Aktivitäten und Projekte im Rahmen der schulischen Suchtprävention an.
Diese Angebote basieren auf Erkenntnisse der aktuellen Sucht- und Präventionsforschung und legen den Schwerpunkt eher auf die Entwicklung von persönlichen Ressourcen der Jugendlichen sowie auf die Bearbeitung von Suchtursachen (als auf reine Wissensvermittlung oder Abschreckung). Darüber hinaus halten wir auch spezielle Methoden und Programme bereit, die ein möglichst frühzeitiges Eingreifen (Frühintervention) bei bereits bestehendem problematischen Konsum ermöglichen sollen.

Eine sinnvolle suchtpräventive Strategie sollte zudem nicht ausschließlich die direkt betroffenen Jugendlichen in den Blick nehmen, sondern auch das soziale Umfeld, in dem sie sich bewegen. Schule, Familie und Freunde bilden im wesentlichen diesen sozialen Raum der jeden einzelnen Jugendlichen maßgeblich prägt. Gesundheit 21 konzipiert seine Angebote zur Suchtprävention deshalb für den Verbund von Schülern, Lehrern, Eltern und Gleichaltrigengruppe (Peers).

Unsere Angebote sind u.a.:

  • Formen der Frühintervention in der Schule – Nutzung von Frühinterventionsprogrammen
  • Klasse 2000 – Suchtprävention und Gesundheitsförderung in der Grundschule
  • Supervision – Klärungshilfe für Lehrerinnen und Lehrer bei Konflikten in der Schule
  • Motivierende Gesprächsführung: Lehrerfortbildung –"Motivierende Gesprächsführung“ im Umgang mit Drogen konsumierenden Schülerinnen und Schülern.
  • Reduzierung von Gewalt: Lehrerfortbildung – Möglichkeiten geschlechtsspezifischer Arbeit mit Jungen in der Grundschule
  • „Rauchfrei in 5 Schritten“ – Raucherentwöhnungskurse für Schülerinnen und Schüler
  • Workshop für Schulklassen zum Thema „Drogen und Sucht“
  • Workshop für Schulklassen zum Thema „Klassensituation und Konflikte“
  • Elternabende zur Suchtprävention
  • Elternseminare zur Suchtprävention in der Familie
  • Peerhelper-Modell – Ausbildung von Schülermultiplikatoren zur Suchtprävention
  • PEDES – Pilotprojekt zur Arbeit mit schuldistanzierten Schülerinnen und Schülern und ihren Familien



Eine spezielle Seite zur schulischen Suchtprävention finden Sie hier
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Suchthilfekoordination


Wir bieten keine Suchthilfe an, aber wir verbinden Sie mit der passenden Einrichtung. Sie können sich auch mit Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Konsum ilegaler, aber auch legaler Suchtmittel stehen, an uns wenden.
Unsere Aufgaben hinsichtlich der Suchthilfe sind, wie bei der Suchtprävention, Koordination und Planung §1(3) und §3(3) Gesundheitsdienstreformgesetz (GDG):

  • Wie bei der Suchtprävention sind wir der zentrale Ansprechpartner für alle mit Sucht- und Drogenproblemen befassten Dienste und Einrichtungen im Bezirk;
  • wir sorgen für die Planung, Entwicklung und Ausbau der Suchtprävention und Suchthilfe, d.h. für ein bedarfsgerechtes Netzwerk von Hilfeangebot für Suchtmittelabhängige durch Freie Träger und Einrichtungen des Bezirks sorgen;
  • wir erarbeiten suchtspezifische Konzepte und wirken bei Projekten mit, insbesondere bei Veranstaltungen für Multiplikatoren;
  • darüber hinaus zählt zu unseren Aufgaben die Beratung und Stellungnahme für fachliche und politische Gremien.

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Wichtige Links zur Suchtprävention

AKB(Externer Link) in Steglitz-Zehlendorf
Gustav-Meyer-Str. 7, 14195 Berlin
Tel.: 841 09 444

Caritas(Externer Link) in Steglitz-Zehlendorf,
Königsberger Str. 11, 12207 Berlin
Tel.: 666 33 90

Fachstelle für Suchtprävention in Berlin(Externer Link)

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen(Externer Link)

Schweizerische Fachstelle für Suchtprävention(Externer Link)

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Kontakt

Planungs- und Koordinierungsstelle
Gesundheit 21
Königin-Luise-Str. 96
14195 Berlin


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Postanschrift
14160 Berlin

Tel.(030) 90299-1251
Fax (030) 90299-1220
gesundheit21@ba-sz.berlin.de