Im Rahmen der Suchtprävention stellt der Settingsansatz
einen zentralen Präventionsansatz in der Gesundheitsförderung dar. Bezogen auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, die für uns eine vorrangige Zielgruppe darstellt, nimmt das Setting Schule eine hervorragende Stellung ein.
In den letzten Jahren haben sich vor allem zwei Tendenzen abgezeichnet:
Zum Einen lässt sich weiterhin eine hohe Probier- und Risikobereitschaft der Jugendlichen in Bezug auf legale und illegale Suchtstoffe feststellen. Das Phänomen des Mischkonsums, also der zeitnahen Einnahme verschiedener Substanzen, muss dabei aus fachlicher Sicht zunehmende Beachtung finden, da hier große Wissenslücken bei den Jugendlichen vorhanden sind, die in der Folge zu erhebliche Risiken führen können.
Die zweite Tendenz wird in einer Zuspitzung problematischer Konsummuster bei bestimmten Hochrisiko-Gruppen sichtbar; insbesondere auf den exzessiven Konsum von Alkohol bezogen.
Die Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit 21 bietet vor dem Hintergrund der hier skizzierten Entwicklung verschiedene Aktivitäten und Projekte im Rahmen der schulischen Suchtprävention an.
Diese Angebote basieren auf Erkenntnisse der aktuellen Sucht- und Präventionsforschung und legen den Schwerpunkt eher auf die Entwicklung von persönlichen Ressourcen der Jugendlichen sowie auf die Bearbeitung von Suchtursachen (als auf reine Wissensvermittlung oder Abschreckung). Darüber hinaus halten wir auch spezielle Methoden und Programme bereit, die ein möglichst frühzeitiges Eingreifen (Frühintervention) bei bereits bestehendem problematischen Konsum ermöglichen sollen.
Eine sinnvolle suchtpräventive Strategie sollte zudem nicht ausschließlich die direkt betroffenen Jugendlichen in den Blick nehmen, sondern auch das soziale Umfeld, in dem sie sich bewegen. Schule, Familie und Freunde bilden im wesentlichen diesen sozialen Raum der jeden einzelnen Jugendlichen maßgeblich prägt. Gesundheit 21 konzipiert seine Angebote zur Suchtprävention deshalb für den Verbund von Schülern, Lehrern, Eltern und Gleichaltrigengruppe (Peers).
Unsere Angebote sind u.a.:
- Formen der Frühintervention in der Schule – Nutzung von Frühinterventionsprogrammen
- Klasse 2000 – Suchtprävention und Gesundheitsförderung in der Grundschule
- Supervision – Klärungshilfe für Lehrerinnen und Lehrer bei Konflikten in der Schule
- Motivierende Gesprächsführung: Lehrerfortbildung –"Motivierende Gesprächsführung“ im Umgang mit Drogen konsumierenden Schülerinnen und Schülern.
- Reduzierung von Gewalt: Lehrerfortbildung – Möglichkeiten geschlechtsspezifischer Arbeit mit Jungen in der Grundschule
- „Rauchfrei in 5 Schritten“ – Raucherentwöhnungskurse für Schülerinnen und Schüler
- Workshop für Schulklassen zum Thema „Drogen und Sucht“
- Workshop für Schulklassen zum Thema „Klassensituation und Konflikte“
- Elternabende zur Suchtprävention
- Elternseminare zur Suchtprävention in der Familie
- Peerhelper-Modell – Ausbildung von Schülermultiplikatoren zur Suchtprävention
- PEDES – Pilotprojekt zur Arbeit mit schuldistanzierten Schülerinnen und Schülern und ihren Familien
Eine spezielle Seite zur schulischen Suchtprävention finden Sie
hier