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Ein Besuch im Museumsdorf Düppel

altes Wohnhaus
altes Wohnhaus
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Das Museumsdorf Düppel in der Clauertstraße 11, 14163 Berlin, zeigt ein mittelalterliches Dorf, welches nach archäologischen Funden von 1967 nachgebaut wurde. Einst befand sich an diesem Ort ein Kontrollpunkt einer Handelsstraße mit der dazugehörigen Siedlung. Das gesamte Areal erstreckt sich über etwa acht Hektar.

Ich habe bei einem Spaziergang das Museumsdorf Düppel erkundet. Mit dem Bus 118 gelangt man vom S-Bahnhof Wannsee zur Haltestelle Clauertstraße oder mit dem Bus 115 vom S-Bahnhof Zehlendorf zur Ludwigsfelder Straße zum Museumsdorf. Von diesen Stationen muss man allerdings noch einen Fußweg von ca. fünf Minuten entlang der Clauertstraße zurücklegen. Außerdem sind auch ausreichend Parkplätze für Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto kommen möchten, vorhanden.

Schon am Eingang wird man sehr freundlich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unentgeltlich für das Museumsdorf arbeiten, empfangen. Der Eintrittspreis beträgt für einen Erwachsenen 2,00 Euro, ermäßigt 1,00 Euro, und für ein Kind bis 18 Jahre ist der Eintritt, wenn es sich nicht um eine Sonderveranstaltung handelt, frei. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter geben sich große Mühe, das Museumsdorf stets sauber zu halten, und geben gern nähere Informationen zum früheren Leben im mittelalterlichen Dorf.

Schafweide
Schafweide
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Unter den ehrenamtlich Tätigen befinden sich nicht nur, wie Sie vielleicht gedacht haben, Erwachsene, sondern auch Jugendliche, die sich liebevoll in ihrer Freizeit größtenteils um die Tiere, wie zum Beispiel um die Skudden (eine mittelalterliche Schafrasse), die mittelalterlichen Weideschweine oder um den Ochsen „Konrad“ kümmern.

Gehweg
Gehweg
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Das Museumsdorf Düppel liegt direkt in einem Waldgebiet. Die Wege, die durch das Dorf führen, entsprechen nicht der heutigen Zeit, sondern bestehen immer noch aus Sand. Dem Wetter angepasstes Schuhwerk ist daher empfehlenswert. Um zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten zu kommen, muss man über Wiesen und durch den Wald laufen, was allerdings nicht besonders für Menschen mit einer Gehbehinderung geeignet ist.

Ein Schmied bei der Arbeit.
Ein Schmied bei der Arbeit.
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Von den ehrenamtlichen Mitarbeitern werden detailgenau alte, längst vergessene landwirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten veranschaulicht und erklärt. Das Dorf mit seinen zahlreichen historischen Häusern, die nach den damals üblichen Techniken und Hilfsmitteln errichtet wurden, verfügt über eine Tischlerei, eine Imkerei, eine Schmiede und einen Töpferstand.

Für die Kleinen gibt es außerdem viele mittelalterliche Spiele, die unter Anleitung gespielt werden können und zum Toben ist auf dem Dorfplatz sehr viel Platz. Oft ist auch eine Fahrt mit dem Ochsenkarren möglich. Über den Zeitpunkt der Abfahrt und den Abfahrtsort können Sie sich bei den Mitarbeitern informieren.

Getreidespeicher
Getreidespeicher
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Zu dem Dorf gehören außerdem alte Bauerngärten, in welchen Gemüsepflanzen, Gewürze und Heilkräuter angebaut werden. Arten von Obstbäumen, die bereits im Mittelalter angebaut wurden, kann man auch in den Gärten finden.

Nach einem interessanten Rundgang kann man sich mit einer leckeren Bratwurst oder dergleichen stärken und somit den Besuch ausklingen lassen. Mittelalterliches Brot, selbst hergestellte Marmelade, Honig etc. werden zum Verkauf angeboten.
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Essens- und Informationsstand
Essens- und Informationsstand
Bild: BA Steglitz-Zehlendorf - Pressestelle

Das Museumsdorf Düppel ist besonders an schönen Tagen bei Familien mit Kindern zwischen 3 und 13 Jahren beliebt. Es zieht nicht nur Besucher aus Berlin und der näheren Umgebung an, sondern auch Besucher aus ganz Deutschland.

Für Schulklassen und andere Interessengruppen wird unter anderem eine zweistündige Führung, für 20,00 Euro pro Klasse, durch das Dorf angeboten. Dafür ist aber eine vorherige Anmeldung nötig, die unter der Telefonnummer (030) 8026671 oder per E-Mail dueppel@stadtmuseum.de getätigt werden kann.

An Sonn- und Feiertagen bietet das Museumsdorf um 11.00 Uhr eine Führung durch das Dorf und einen anschließenden Vortrag mit Experimenten an.

Das Freilichtmuseum ist in der Saison, die eine Woche vor Ostern beginnt und Anfang Oktober endet, jeden Sonn- und Feiertag von 10.00 bis 17.00 Uhr, sowie an jedem Donnerstag von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung.

Über eventuelle Änderungen der Öffnungszeiten, Themen der Sonderveranstaltung, wie zum Beispiel das Erntefest, und die Themen der Vorträge können Sie sich im Internet informieren.

Ich fand den Besuch im Museumsdorf Düppel sehr interessant. Er vermittelt ein anschauliches Bild mittelalterlichen Alltagsleben. Gehen Sie hin und tauchen Sie in eine „andere Welt“ ein, wie es vor rund 800 Jahren an diesem Ort war. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie viel Spaß beim Erkunden des Museumsdorfs Düppel! Text und Fotos: Lisa Meinel